Erste Firmen-Impfaktion in der Region

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Die Kicherer-Mitarbeiter Karl Gold und Nadine Rief lassen sich von Dr. Franz Josef Grill impfen.

Die Firma Kicherer hat für ihre Mitarbeiter Corona-Impfungen organisiert.

Ellwangen. Nach der Freigabe des Covid-19-Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca für alle Altersklassen konnte die Firma Kicherer über die „Familienpraxis Ellwangen“ 220 Impfdosen ordern. Am Donnerstag ging im neuen Verwaltungsbau im Ellwanger Gewerbegebiet die erste Impfaktion über die Bühne.

Derzeit bemühen sich die Firmen bundesweit darum, ihre Mitarbeiter über ihre Betriebsärzte impfen zu lassen. Um vorab Erfahrungen zu sammeln, hat das Sozialministerium Baden-Württemberg ein entsprechendes Modellprojekt initiiert. Zu den ausgewählten Unternehmen zählt unter anderem die Carl Zeiss AG (Medizintechnik) in Oberkochen.

Die Ellwanger Firma Kicherer bemühe sich bereits seit Monaten, an Covid-19-Impfstoffe zu gelangen, sagt Katja Frick von der Geschäftsleitung. Bis vor Kurzem waren jedoch alle Versuche gescheitert. Vor zwei Wochen sei die Geschäftsleitung darüber informiert worden, dass sie in Kombination über eine Hausarztpraxis und eine Apotheke den jüngst für alle Altersklassen freigegebenen Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ordern könne.

Diese einmalige Chance, die Mitarbeiter und deren Familienangehörige impfen zu lassen, habe die Geschäftsleitung genutzt. Der Impfstoff wurde über Dr. Franz Josef Grill von der „Familienpraxis Ellwangen“ bestellt. Eine Mitarbeiterin der Firma Kicherer habe die Terminkoordination übernommen und die zu impfenden Personen einbestellt. Die Termine für die Zweitimpfungen in zwölf Wochen seien bereits fixiert, sagt Frick.

Für die Impfaktion wurde im Erdgeschoss eine Einbahnverkehrsregelung mit einer Station zur Aufnahme der persönlichen Daten, einem „Impf-Zelt“ und einem nachgelagerten Ruhebereich eingerichtet. Grill übernahm das Impfen inklusive der Aufklärungsgespräche.

Für die „Familienpraxis Ellwangen“ habe die Firmenimpfaktion keine Auswirkungen, sagt Grill. Das Impfstoff-Kontingent werde nicht auf die Praxis gebucht. Die Praxis könne derzeit eh keine zusätzlichen Erstimpfungen durchführen, weil sie mit Zweitimpfungen ausgebucht sei.

Der Firma Kicherer sei es gelungen, die erste Firmen-Impfaktion in der Region zu organisieren, freut sich der Geschäftsführer, Gunter Frick. Jetzt wolle sich die Geschäftsleitung um weitere Impfstoff-Kontingente bemühen. Sofern dies gelinge, würden andere Ellwanger Firmen in die Impfaktionen der Firma Kicherer einbezogen. rat

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