Erstes Rad dreht sich Mitte Mai

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Der Ortschaftsrat Schrezheim besichtigte am Montag die Baustelle des Windparks Virngrund, für den die Stadtwerke Ellwangen und die Energiegenossenschaft Virngrund drei Windräder errichten lassen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

"Die Arbeiter müssen bei dem Wetter ja auch hier draußen arbeiten", sagt Schrezheims Ortsvorsteher Albert Schiele eingangs der Baustellenbesichtigung des Windparks Virngrund, die bei der Sitzung am Montag und heftigem Schneegestöber im Wald bei Engelhardtsweiler auf dem Programm stand. 102 Meter ragt dort die erste von drei Anlagen bereits in die Höhe. Ein Spezialkran wächst mit seinem Mast Anbauteil um Anbauteil mit, um den Turm bis zur endgültigen Höhe von 150 Meter aufrichten zu können. Stadtwerke-Geschäftsführer Willi Gresser berichtete von dem Bauvorhaben, das insgesamt 16,2 Millionen Euro verschlingen wird und das seit Oktober umgesetzt wird. Noch vor dem Winter waren insgesamt 1500 Kubikmeter Beton pro Anlage als Fundament gegossen worden. Darauf wurden aus jeweils knapp vier Meter hohen Drittelringen aus Stahlbeton die Turmwände gesetzt. Die Betonfertigteile sind mit vertikalen Hohlräumen versehen, durch die nun Stahlseile von der Spitze bis ins Fundament eingelassen werden. Mittels einer Presse und mit 640 Bar Druck werden die Seile dann um 64 Zentimeter gespannt, was die Betonelemente quasi zu einem Teil verschnürt. Dann werden noch 30 Meter Höhe durch zwei Stahlrohre obenauf gesetzt, bevor die Gondel, die ebenfalls aus mehreren Bauteilen besteht, auf dem Turm installiert werden kann. Ende April sollen bereits die ersten Flügel montiert werden, sagte Gresser. Mitte Mai soll die erste der drei Anlagen fertig gebaut sein. "Der Zeitplan wird eingehalten", freut sich Gresser. Auch die nötigen Kabelverbindungen werden nach und nach fertiggestellt. Derzeit laufen die Anschlussarbeiten im Bereich der Ellwanger Jagstwiesen unterhalb der Kettenschmiede hin zum Umspannwerk.

Stimmen zum Kobeleshof-Rückzug

Ellwangen-Schrezheim.

Über das Sondergebiet hätte ihr Kobeleshof bei Hintersteinbühl erweitert werden sollen, statt über die Privilegierung für landwirtschaftliche Betriebe. Nun habe die Familie erklärt, dass das Vorhaben "aktuell einer Vielzahl von angrenzenden Landwirten sowie der im Rahmen einer Anhörung beteiligten Gemeinden nicht vermittelbar ist", zitierte Schiele. Die Familie habe den Druck der Gegner nicht mehr ausgehalten. "Es war zum Teil unter aller Sau", wetterte Schiele über die Reaktionen, die das Bauvorhaben bei manchen Gegnern auslöste. Auch der Eggenroter Ortschaftsrat Günther Herschlein berichtete von anonymen Schreiben, "zig Anrufen", Beleidigungen und Klüngeleivorwürfen, die er sich habe anhören müssen. "Ich habe immer versucht, einen Konsens zu finden, dazu muss man mit beiden Seiten reden", verteidigte er sich. Die Ausweisung eines Sondergebietes sei von der Stadtverwaltung vorgeschlagen worden, erinnerte er an die Anfänge der Diskussion um die Hoferweiterung. Seither sei "viel Porzellan zerschlagen" worden, sagte er. "Familien sind zerstritten, wo früher gemeinsame Hoffeste gefeiert wurden." Auch Ortschaftsrat Franz Ostermeier bedauerte: "Es ist schade, dass es so laufen musste."

ben

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