Festklang auf die Anna Schwestern

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Goldene Hände: Diese Skulptur überreichte Weihbischof Thomas Maria Renz der Generaloberin Veronika Mätzler beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Anna-Schwestern im Festsaal des Mutterhauses.
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Mit einem würdevollen Festakt wird das 100-jährige Bestehen der Anna-Schwestern, Franziskanerinnen von Ellwangen, gefeiert. Weihbischof Thomas Maria Renz segnet die neue Ausstellung.

Ellwangen. Der Leitspruch der 1921 von Pfarrer Anton Eberhard gegründeten Anna Schwestern lautet „dem Leben dienen“. Dass dieser Leitspruch heute eine ganz andere Bedeutung hat, jedoch immer noch richtig ist, darauf wies Stiftungsvorstand und Verwaltungsdirektor Michael Hinderer hin. Er zeichnete die jüngere Entwicklung der Anna Schwestern nach. Die Ordensfrauen hätten Mut bewiesen, den Wandel von der Geburtsklinik zur Altenpflege und zum Hospiz vollzogen und die Anna Stiftung gegründet, damit der Geist von St. Anna präsent bleibt. „Wir brauchen Orden wie ihren, die für uns da sind, was immer auch kommt“, sagte er.

Weihbischof Thomas Maria Renz erinnerte sich an seine erste Begegnung mit den Anna Schwestern in Cannstatt. Als junger Vikar habe er erfahren wie wertvoll der Dienst dieser Ordensfrauen ist, die auch in Stuttgart noch immer mit Einrichtungen präsent sind. „Ad multos annos“ rief er den Schwestern und den Gästen im Vortragssaal des Mutterhauses zu und überreichte eine goldene Skulptur, die zwei sich berührende Hände darstellt. „Die Hand, die sie anderen reichen, ist eine Goldhand, weil sie von Herzen kommt“, sagte der Bischof dazu.

Die Generaloberin Sr. Veronika Mätzler hatte eingangs den „Dreiklang“ erläutert, der als Motto über dem Jubiläumsjahr steht und die spirituelle Haltung der Ordensfrauen zum Ausdruck bringt: innehalten, danken, vertrauen, „darauf, dass Gott einen guten Plan für uns hat.“ Gemeinsam sangen die Schwestern mit den Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft das „Mutter Anna-Lied“, das Richard Baumann zum Jubiläum komponiert hat.

Oberbürgermeister Michael Dambacher, dem aus dem Datenblatt zu seiner Geburt vorgetragen wurde, meinte Ellwangen und Anna Schwestern seien untrennbar verbunden. Er sah in den vielseitigen pflegerischen und spirituellen Angeboten der Ordensfrauen eine unverzichtbare Bereicherung für die Stadt.

Als echtes „Anna-Kind“, also im Annaheim geboren, schilderte Karin Schieszl-Rathgeb, wie sie mit den Anna-Schwestern über die Krankheit der Mutter und deren Zeit im Hospiz eine neue Verbindung aufgebaut habe. In vielen Gesprächen über Glaube, Leben und Sterben sei ein enger Kontakt zu Sr. Mechthild entstanden, der sich bis heute in vielen Briefen fortsetze.

Eine Bildpräsentation von Alice Hirt und die Ausstellung im Erdgeschoss, die Britta und Tomas Sturm gestaltet haben, und die der Bischof weihte, waren weitere Höhepunkte des Abends.

Erstklassig war auch die Musik von Matteo Weber (Klavier) und Adrian Kratzert, die alle Zuhörer begeisterte.

Die Hand, die sie anderen reichen, ist eine Goldhand, weil sie von Herzen kommt.“

Thomas Maria Renz, Weihbischof

Zum Jubiläum ein „Tag des offenen Klosters“

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens findet am Sonntag, 18. Juli, um 10.30 Uhr in der Schönenbergkirche ein Pontifikalamt mit Bischof Dr. Gebhard Fürst statt. Ab 14 Uhr laden die Anna Schwestern in das Mutterhaus zum „Tag des offenen Klosters“ mit Kaffee und Kuchen, der neuen Ausstellung „100 Jahre Anna-Schwestern“ und dem Alleinunterhalter Peter Jagusch (Zauberer - Magier - Artist - Jongleur). Um 17 Uhr ist Abschluss mit einem Vespergebet, das vom „Orchesterle“ der Anna-Schwestern gestaltet wird. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es sind jedoch die aktuellen Coronaverordnungen zu beachten.

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