Festschrift mit Chronik

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Die Festschrift zum 600-jährigen Bestehen der Ellwanger Schützengilde ist fertig: (v.l.) Dr. Michael Hofmann, Dr. Anselm Grupp, Volker Grab, Josef Wagner, Josef Klozbücher, Wolfgang Brenner.
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Zum 600-jährigen Bestehen veröffentlicht die Schützengilde ein Buch über die sportlichen und gesellschaftlichen Ereignisse der letzten 50 Jahre.

Ellwangen

Einige der ursprünglich geplanten Jubiläumsveranstaltungen zum 600-jährigen Bestehen der Ellwanger Schützengilde mussten verschoben werden, doch eines hat geklappt: Die Veröffentlichung der seit Jahren geplanten Festschrift, die federführend Josef Klozbücher und Dr. Michael Hofmann verfasst haben. Am Freitagabend wurden im Schützenhaus die ersten Exemplare an Bürgermeister Volker Grab und Kulturamtsleiter Dr. Anselm Grupp übergeben.

Oberschützenmeister Josef Wagner freute sich darüber, zeige dies doch, dass die Schützengilde nach wie vor „traditionsreich und lebendig“ sei. Vor drei Jahren seien die ersten Überlegungen für eine neue Festschrift angestellt worden, berichtete Josef Klozbücher. Der Ehrenoberschützenmeister begann mit den Recherchen für eine Publikation, die den Festschriften von 1921 und 1971 zumindest ebenbürtig sein sollte. Zusammen mit dem Schriftführer Dr. Michael Hofmann durchforschte er Ordner um Ordner, Album um Album. Ziel war es, vor allem die vergangenen 50 Jahre der Schützengilde darzustellen, da die historischen Zusammenhänge seit der Entstehung bereits ausführlich dargestellt sind.

Enthalten ist jedoch ein ausführlicher Text von Regina Ihle-Kopp über die historischen Verbindungen zwischen Stadt und Schützengilde. Eigentlich war geplant, dass die Historikerin ihre Forschungen in einem öffentlichen Vortrag darstellen sollte. „Vielleicht können wir das im kommenden Jahr noch nachholen“, meinte Klozbücher.

Wie Michael Hofmann erläuterte, ist die Chronik der vergangenen 50 Jahre vor allem an den prächtig gestalteten Schießscheiben dargestellt. Zu wichtigen Ereignissen pflegen die Schützen eine Scheibe zu stiften, auf die jeder in der Gilde einen Schuss abgegeben darf, quasi als Unterschrift. Herrliche Exemplare finden sich da, etwa zu 1000 Jahre Kalter Markt, zu 50 Jahre Fasnachtsverbrennung und zum 1250-jährigen Stadtjubiläum. Alle Ellwanger Künstler haben solche Scheiben gestaltet, die nun im Schützenhaus die Wände schmücken. Hans Schmidt hat zahlreiche Scheiben gestaltet, mit Gebäuden in der Stadt, die abgerissen wurden. Da sieht man das alte Postamt, den „Weissen Ochsen“ und das Haus Sebald in der Wolfgangsstraße.

Viele Scheiben sind in der Festschrift abgebildet. Hinzu kommen Berichte über das gesellschaftliche Leben und die sportlichen Leistungen der Schützen, die von verschiedenen Mitgliedern verfasst wurden. Da liest man vom Elchschießen und von dem freundschaftlichen Austausch mit den Schützen in der Partnerstadt Langres. Man erfährt von den Böller-, Sport-, Vorderlader-, Kleinkaliber- und Bogenschützen und findet die Schützenkönige der letzten 50 Jahre aufgelistet.

„Aus dieser Festschrift sprechen Tradition und Verbundenheit der Schützengilde mit der Stadt“, sagte Bürgermeister Volker Grab und freute sich, dass die Gilde so viele junge Mitglieder hat, die dafür sorgen, dass die Tradition fortgeführt wird.

Die Festschrift ist jeden Freitagabend im Schützenhaus sowie beim Schützenbruder Robert Werkmann am Fuchseck für 20 Euro zu erwerben.

Aus dieser Festschrift sprechen Tradition und Verbundenheit der Schützengilde mit der Stadt.“

Volker Grab, Bürgermeister

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