Fleischeslust kommt nach Ellwangen

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"Fleischeslust" expandiert nach Ellwangen: (v.l.) Cedric Watko, Roxana Farcas, Willi Heger.
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Die hochgelobten Burger vom Abtsgmünder Imbiss wird es noch vor Weihnachten auch in der Schmiedstraße geben.

Ellwangen. Noch sieht es recht wild aus, in der Schmiedstraße 15, wo bis in vier bis sechs Wochen das Bistro „Fleischeslust“ öffnen soll. Von der Decke hängen Leitungen, in den Wänden und am Boden klaffen noch Löcher. Willi Heger hat einiges vor. Wo bis vor einigen Wochen der Asia-Imbiss „Goldene Ente“ war, soll es bald „Fleischeslust-Barbecue“ geben. Seine Burger, die man bislang nur in Abtsgmünd bekommt, sind hoch gelobt. Viele Fans fahren dafür weite Strecken.

Seit Oktober 2016 gibt es „Fleischeslust Barbecue“ in Abtsgmünd, nahe des Kreisverkehrs zwischen der Gemeinde und dem Gewerbegebiet „Osteren“ direkt am Kocher. Bei gutem Wetter ist hier richtig was los. Über den Winter ist der Imbiss jedoch zu und soll bis zum Frühjahr ebenfalls saniert werden. Unter anderem sollen Filter eingebaut werden. Nachbarn hatten sich über den Rauch beklagt.

Der Imbiss am Kreisverkehr bleibt für das aufstrebende Familienunternehmen ein wichtiges Standbein. „Abtsgmünd darf man nicht verlieren“, sagt Heger. Der Standort ist etabliert und hat eine große Stammkundschaft. Allerdings wird das ganze Konzept gründlich überarbeitet und erneuert. „In Zusammenarbeit mit der Gemeinde möchten wir für das nächste Jahr hier etwas ganz fanatisches Erschaffen, was es bisher so in der näheren Umgebung noch nicht gibt“, schreiben die Leute von Fleischeslust auf Facebook. Ab Mai/Juni soll wieder geöffnet sein.

Was Willi Heger und seine Frau Janis-Ann in Abtsgmünd aufgebaut haben, soll nun in Ellwangen weiter wachsen. Als Bistro mit 30 Sitzplätzen drinnen und 12 im Freien. Die gesamte Ausstattung, die Decken, die Einrichtung, alles soll komplett neu gemacht werden, mit viel Holz, und das Meiste macht der Geschäftsführer Willi Heger selbst.

„Es ist gerade schwierig Handwerker zu bekommen und wir wollen auf jeden Fall noch vor Weihnachten öffnen“, erzählt er. Eine große Küche wird es in Ellwangen nicht geben, die Fleischpaddies und die anderen Gerichte sollen am Hauptsitz in Unterkochen vorbereitet werden. „Dort haben wir Küche, Kühlräume und jede Menge Platz.“

Warum eigentlich in Ellwangen? „Unser erster Cateringauftrag kam aus Ellwangen, es gibt hier viele Schülerinnen und Schüler und dann ist ja auch noch 2026 die Landesgartenschau“, meint der Gastronom. Ein Gast hat ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Fläche in der Schmiedstraße frei wird. Und dann hat er schnell zugegriffen.

An der Speisekarte werde sich vorerst nicht viel ändern. „Wir werden zu unserem vegetarischen Burger noch ein oder zwei weitere, auch vegane, dazunehmen. Daran kommt man nicht mehr vorbei“. Fleischeslust ist schön und gut, aber „ich esse lieber weniger, aber dafür richtig gutes Fleisch“, sagt Willi Heger.

Das Fleisch der Wasserbüffel aus Jagstzell-Dietrichsweiler soll in Ellwangen auf den Grill kommen. „Das könnte ein Ellwangen-Burger werden“, sagt Willi Heger und erklärt, was die wichtigste Zutat ist: „Die Liebe.“ Ansonsten liebt er den Bürger klassisch: mittlere Größe, 170 Gramm, und so wenig Zutaten wie möglich.

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