Nachruf

Franz Schenk ist tot

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Franz Schenk Foto: rat
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Der überregional bekannte Sänger des "Kalter Markt-Liedes" starb im Alter von 93 Jahren.

Ellwangen. Am Dienstag ist der Metzgermeister Franz Schenk gestorben, mit 93 Jahren. Überregional bekannt wurde er als Sänger des „Kalter Markt-Liedes“. Bis 2018 war Schenk fester Bestandteil des jährlichen Festprogramms. Beim „Kuttelessen“ des Oberbürgermeisters im „Roten Ochsen“ trat er über 60 mal auf.

Noch in den Kriegsjahren machte der Sohn der Kronprinzen-Wirtsleute die Ausbildung zum Metzger bei der Ellwanger Metzgerei Vaas, mit 21 Jahren hatte er den Meisterbrief in der Tasche. Vier Jahre später eröffnete Schenk die Metzgerei in der Bahnhofsstraße und heiratete. Mit seiner Frau Gabriele hatte er eine Tochter und drei Söhne. Der älteste, Rainer, übernahm die Metzgerei.

Die Familie stand an erster Stelle, doch gleich danach kam für Franz Schenk seine Heimatstadt, für die er sich in vielen Bereichen einbrachte. Er war aktiv in der Schlachthausgenossenschaft, in der Metzgerinnung, er war für die CDU im Stadtrat und Gründungsmitglied der Mittelstandsvereinigung. Außerdem war Franz schenk begeisterter Sänger und aktiv beim Liederkranz.

Seinen Humor und sein komödiantisches Talent konnte er beim Kalten Markt besonders gut einbringen, für den er bester Botschafter war. Als Sänger des „Kalter Markt Lieds“ war er ein würdiger Nachfolger des Grünenhofwirts Max Mayer, vor dem Krieg Symbolfigur des Ellwanger Marktgeschehens. Doch Schenk hatte die „goldene Kuttel“ am Revers, weil er über 60 Jahre lang beim kalten Markt gesungen hat. Und die Kalter-Markt-Plakette in Silber noch hinzu. Gerhard Königer 

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