Friedensandacht: Gläubige rufen Gott um Hilfe an

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Besucherinnen und Besucher zünden am Ende des Friedensgebets Kerzen an.
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In der Schönenbergkirche wird für die Menschen in der Ukraine gebetet.

Ellwangen. Gläubige und Christen in aller Welt blicken derzeit mit großer Sorge auf die Ukraine. Dort droht ein Krieg von noch ungeahntem Ausmaß. Auch auf dem Schönenberg wurde, wie jetzt vielerorts, ein Friedensgebet für das ukrainische Volk gehalten.

Dem spontanen Aufruf zum Kirchengebet schloss sich auch die Schönenberg-Pfarrei an. Pfarrer Pater Dr. Martin Leitgöb begrüßte zu der Friedensandacht viele Gläubige in der Schönenbergkirche am Freitagabend, dem zweiten Tag der russischen Ukraine-Invasion.

Der Geistliche sagte: „Wir dürfen angesichts der gegenwärtigen Not und des Leides in der Ukraine nicht die Hände in den Schoss legen. Dort wütet gerade ein brutaler Angriffskrieg. Wir beten für die Ukraine und die dort lebenden Menschen. Pater Leitgöb schloss daran an: „Es ist nicht mutig Krieg zu führen, es ist wichtig und richtig Frieden zu schaffen, das ist mutig.“ Der Machthunger habe leider Oberhand behalten über die Vernunft, so Leitgöb weiter.

Der Pater rief Maria, die Mutter Gottes, um Hilfe und Beistand an, für das ukrainische Volk und bat um eine Deeskalation der Gewalt in der Ukraine. Gemeinsam sprachen die Gläubigen danach das Friedensgebet für die Ukraine. „Gott des Himmels und der Erde und Vater aller Menschen. Mit Sorge schauen wir auf die Menschen im Kriegsgebiet. Wir sind erschüttert über die Ereignisse in der Ukraine. In alldem fragen wir nach dir Gott und klagen dir unsere Not und Ratlosigkeit. Erbarme dich der Menschen, die den Krieg erleiden, tröste alle, die mit ihnen leiden und ihnen verbunden sind. Öffne Wege und Türen für Verhandlungen, öffne Herzen und Gedanken für den Frieden.“

Pater Leitgöb ergänzte schließlich: „Wir beten alle für diejenigen in der Ukraine, die ihr Land verteidigen, für die Menschen in Not, für die Kinder und Alten, für alle die, die verzweifelt sind und für alle, die jetzt aus ihrer Heimat flüchten.“

Im Anschluss entzündeten die Besucherinnen und Besucher des Friedensgebets in der Ellwanger Schönenbergkirche Kerzen, legten diese vor den Altar zum Gedenken ab und sprachen dann im Stillen ihr ganz persönliches Gebet. Achim Klemm

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