Fußgängerbrücke mit Glaskabinenlift

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Ansicht Aufzug von Altstadt
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Die Fußgängerverbindung vom Ausstellungsgelände zur Innenstadt ist reif für die Planfeststellung.

Ellwangen

Bei der Sitzung des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten stellten die beteiligten Architekten und Ingenieure den Planungsstand der Fußgängerbrücke vor, die von der Bachgasse bis zum heutigen Jugendzentrum die Aalener Straße, die Bahngleise und den Mühlgraben überspannen soll.

Im März 2021 hatte der Gemeinderat die Querung im Grundsatz beschlossen und den ersten Entwürfen zugestimmt. Aufgrund der Bedenken von Anwohnern wurde der Entwurf noch einmal überarbeitet. Der Steg wird nun zwischen den Geländern nur noch 3.5 Meter breit sein, ursprünglich sollten es vier Meter sein. Die Mittelstütze der Fußgängerbrücke wurde verschoben, damit sie einem eventuellen zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie nicht im Wege steht. Schließlich wurde der Treppenlauf und der Standort des Aufzugs auf Seite der Bachgasse geändert, um zu den Gebäuden größtmöglichen Abstand zu halten.

Marco Pilenza, Leiter des Tiefbauamts, machte deutlich, dass sich um das Projekt Fußgängerüberführung eine ganze Gruppe weiterer Baumaßnahmen gruppiert, die alle bis 2026 miteinander entwickelt werden müssen. Konkret sind dies der Abbruch des Jugendzentrums und der Bau der Bau des Treffpunkt Baden-Württemberg, die Sanierung der Haller Straße (Westtangente) mit Abbiegung zum Mühlgraben, der Rückbau der Fußgängerunterführung, die Erstellung eines Hochbaus auf der Jagstinsel und der Bau des Brückenparks unter der Westtangente als Teil der Landesgartenschau. Im Moment sei man mit der Fußgängerbrücke im Zeitplan, meinte Pilenza, im Februar/März soll die Kostenberechnung stehen. Die zeitliche Abstimmung der einzelnen Projekte sei dennoch eine große Herausforderung.

Ein Mitarbeiter des Architekturbüros Jean-Jacques Zimmermann machte darauf aufmerksam, dass der Aufzugsturm an der Aalener Straße gegen den Anprall von Fahrzeugen geschützt werden muss. Die Brücke wird eine Metallkonstruktion mit Asphaltbelag sein und auch auf Metallstützen stehen, die Treppen werden in Beton ausgeführt.

Die Lichtplanerin Petra Weiss vom Ingenieurbüro Schwarz stellte das Beleuchtungskonzept vor. Insgesamt soll die Lichtführung sehr dezent sein, Insektenschonend, nichtblendend für die Zugührer und auch schonend für die Anwohner. Im Handlauf soll das Lichtband versteckt sein, das die Wegführung ausleuchtet, die beiden gläsernen Treppentürme sollen eine leuchtende Glaskabine bekommen, die im stillstand matt und im Betrieb stärkeres Licht aussendet.

Auf Anfrage von Hans-Peter Krämer teilte Marco Pilenza mit, dass die Brücke auch bei 3,5 Meter Breite mit Fahrrad zu queren sei. Die Glaskabinen seien mit 1,4 mal zwei Meter groß genug, die Tür des Aufzugs wird einen Meter breit.

OB Michael Dambacher machte auf die Anwohnerinformation am 31. Januar aufmerksam und freute sich auf eine das Stadtbild prägende Brückenanlage

Ansicht Aufzug und Geländer von Süd-West
Ansicht Nord-West Kanzel und Treppe
Ansicht Aufzug Fußgängerbrücke von Süden.

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