Galizien in Wort und Lied

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Olena Serpen sang in Begleitung des Pianisten Vadim Zhuravufsky im Vortragssaal des Palais Adelmann galizische Lieder.

In der Reihe "Sommer in der Stadt" geht es diesmal um die Geschichte der Lemberger Schwaben.

Ellwangen. Eine informativ musikalische Reise machte die ukrainische Sängerin und Buchautorin Olena Serpen mit ihren 40 Gästen am Samstagnachmittag für die Reihe "Sommer in der Stadt" im Palais Adelmann. Seit 14 Jahren lebt die in Lemberg (das heutige Lviv) geborene Musikerin und Journalistin in Deutschland und forscht seit drei Jahren über die Wurzeln ihrer Herkunft. Sie hat die Geschichte der Lemberger Schwaben aufgearbeitet und in einem Buch dokumentiert.

Wirklich eintauchen in die Tradition der Galizier konnte man im zweiten Teil des Nachmittags, als die Kultur des Volkes mit Gedichten, Kompositionen und Liedern vorgetragen wurde. Zwei Gedichte rezitierte die Ellwangerin Bettina Vierkorn-Mack, deren Elternteil osteuropäische Wurzeln hat, eines aus der Sicht eines Kindes, die die Geborgenheit und Romantik eines intakten Familienlebens darstellte. Das zweite Gedicht von Franz Fischer "Sorge, Schuld und Schicksal" erzählte von den Sorgen und Nöten der Menschen im Alltag, und wodurch sie Kraft und Halt erhielten – dem christlichen Glauben. Moderne Klaviervariationen des bekanntesten galizischen Komponisten Anatoly Kos-Anatolsky bot der Pianist Vadim Zhuravufsky in eindrucksvoller Weise.

Ganz eintauchen in die galizische Seele konnte man anschließend mit den Volksliedern, die Olena Serpen vortrug: "Die schöne Frau", "Nachtigall" und ein Lied zum Mitsingen für alle: "Wir sind von dort und hier". Mit einer von den Gästen erklatschten Zugabe endete die vorabendliche Stunde.

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