Gassafetza lösen Altstadtfäger ab

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Die Gmünder Guggengruppe Gassafetza gewinnt den 3. Guggen-Contest der Rindelbacher Jagsttal Gullys. Wieder geht der Titel nach Gmünd.

Ellwangen-Rindelbach. Drei Mal haben die Rindelbacher Jagsttal Gullys zum Guggen-Contest in der Kübelebsuckhalle gerufen und drei Mal ging der Sieg nach Schwäbisch Gmünd: Nachdem die Altstadtfäger bei den ersten beiden Auflagen am besten bewertet worden waren, spielten sich diesmal die Gmünder Gassafetza auf den Thron.

Das Prinzip des Contests ist simpel, aber erfolgreich, wie die dritte Auflage des Contest mit neuer Rekordbeteiligung von zehn Guggen-Gruppen und gut 400 Besuchern bewies. Jede Gruppe hatte 20 Minuten Bühnenzeit.

Den Auftakt machten die Gögginger Geslach Gugga und der hatte es gleich in sich: Als Wikinger verkleidet begeisterten sie das Publikum und heimsten gleich mehrfach die Traumnote zehn von der Jury ein. Zu der gehörte von jeder Teilnehmergruppe ein Vertreter, die Guggen bewerteten sich so gegenseitig in verschiedenen Kategorien wie Liedauswahl, Kostüme und Performance. Außerdem gab es Punkte für die Lautstärke des Auftritts, die mittels Dezibelmeter ermittelt wurde.

Auf der Bühne moderierte Senior-Jagsttal-Gully Michael Gröger die einzelnen Gruppen an, die danach ihr Können zeigten. Die doppelten Titelverteidiger der Gmendr Altstadtfäger spielten in einem neuen Outfit als "Fäger Express", das Motto der Riasrandgugga Geisle (Geislingen) war "Edelweiß und Guggenrausch", die Nuilermer Loimasiadr (als Wächter der Loimagruab) und die Schlierbachfetzer (im Western old style) waren als Lokalmatadoren vertreten, die Omsnomgugga (Weiler in den Bergen) präsentierten sich als Faune, Mischwesen zwischen Mensch und Ziegenbock, und die Schollaklopfer Tannhausen beschwörten den "Fluch der Scholla". Zum letzten Mal im alten Kostüm zeigten sich die Röhling Stones (als Fantasie in blau, grün und silber) und das Schwoba Gwiddr aus Oberkochen (die als "Stradivari" in einer bunten Auswahl der Kostüme der vergangenen 20 Jahre auftraten), denn beide werden in dieser Saison neue Outfits tragen.

Lange wirkten die Geslacher wie der Sieger, nachdem sie so stark das Programm eröffnet hatten – auch wenn die Abstimmung im Geheimen ablief waren sie von vielen als Favorit ausgemacht worden. Doch dann kam nach Mitternacht der letzte Auftritt: Die Gmendr Gassafetza präsentierten "die dunkle Seite der Guggenmusik" und heizten in gruselig schwarzen Kostümen ein.

Der Contest wird auf jeden Fall fortgesetzt.

Steffen Ruck Musikalischer Leiter Jagsttal Gullys

Die Stimmung erreichte den Höhepunkt und wenige Minuten später präsentierten die Jagsttal Gullys die Sieger: Auf Platz drei landeten die Röhling Stones, Zweiter wurden die Geslach Guggen und auf Platz eins hatten es die Gmendr Gassafetza geschafft. Zwischen der vielen scheppernden Guggenmusik hatte die Tanzgruppe Maniacs für eine bunte Bereicherung des Programms gesorgt.

Nach der Siegerehrung feierten Guggen und Faschingsfans noch lange weiter. "Die Halle war schon um 19.30 Uhr voll", freute sich Andreas Ruck, der Vorsitzende der Jagsttal Gullys.. Und Steffen Ruck, sein Bruder und der musikalische Leiter der Jagsttal Gullys, kündigte bereits an: "Der Contest wird auf jeden Fall fortgesetzt."

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