Gewerbegebiet für Varta-Erweiterung

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Die Firmengebäude der Varta AG: Ein Bebauungsplan soll die Aufstockung und Erweiterung der Produktionsanlagen ermöglichen. Das neue Hochregallager ist 30,5 Meter hoch.
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Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehr (ABUV) bringt Bebauungsplan für erweitertes Gewerbegebiet Daimlerstraße-West mit Gebäudehöhen bis zu 30,5 Meter auf den Weg.

Ellwangen

Bereits 2014 hat der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich Bahnhofstraße (Mödingerareal) beschlossen. Jetzt stellte Michael Bader vom Stadtplanungsamt im Bauausschuss einen nach Norden erweiterten Plan vor, der auch das dortige Betriebsgelände der Varta AG einschließt.

"Dort stehen Veränderungen an, das Unternehmen will seine Produktionsgebäude auf bis zu drei Geschossebenen erhöhen", führte Michael Bader aus. Die Nachverdichtung sei ganz im Sinne der Stadt, die Planfestlegungen seien auch nicht willkürlich sondern bereits im Vorfeld mit der Unternehmensleitung abgestimmt worden, um die vorgesehenen Erweiterungen zu ermöglichen. Ein "Masterplan" sei in Arbeit.

Konkret wird die maximal zulässige Gebäudehöhe festgelegt. Im Bereich des bereits fertiggestellten Hochregallagers sind dies 30,5 Meter. Im übrigen Plangebiet sollen 25,5 Meter erlaubt sein, in Angrenzung zu der Wohnbebauung im Norden soll die erlaubte Gebäudehöhe auf 12 Meter zurückgehen. Geregelt wird auch die maximale Länge der Gebäude: 125 Meter. Ab 50 Meter soll die Fassade durch Fensterelemente, Fassadenbegrünung, Material- oder Farbwechsel gegliedert werden.

Wohnbebauung ist im Plangebiet nicht vorgesehen, die bestehende Begrünung an der Böschung zur L 1060 (Nordspange) soll bestehen bleiben. Prüfen will die Verwaltung noch, inwiefern Dachbegrünung und Regenrückhaltung bei Neubauten vorgeschrieben werden können.

Rudi Kitzberger (Grüne) wollte wissen, warum die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen nicht Teil des Bebauungsplans ist. Claudia Wagner (Grüne) meinte, die Infrastruktur müsse im Vorfeld geklärt werden und auch Hariolf Brenner (FBE) war der Meinung, man sollte die Flächen westlich der Bahnlinie bis zur Siemensbrücke in den Bebauungsplan aufnehmen.

Wir sind in Gesprächen mit dem Unternehmen in Sachen Parkplätze, um neue Lösungen, etwa einen Werkbus, zu prüfen.

Michael Dambacher Oberbürgermeister

Dem widersprach Bader. Je größer die Planfläche, desto länger dauere das Verfahren. Man strebe jedoch ein beschleunigtes Verfahren nach Paragraf 13a an. Durch den Ausbau der 110 kV-Leitung gebe es im unteren Brühl unter Umständen neue Möglichkeiten, um Parkflächen zu schaffen. Wie Oberbürgermeister Michael Dambacher erklärte, sei man in Gesprächen mit dem Unternehmen, um neue Lösungen, etwa einen Werkbus, zu prüfen. Man werde jedoch die Frage der Parkierung in das weitere Verfahren mit aufnehmen.

Fritz Widmann (CDU) wollte wissen, wie die bestehenden Wohngebäude auf dem Mödingergelände behandelt werden, wenn der Bebauungsplan keine Wohnbebauung vorsieht.

Bader erklärte, die bestehenden Wohnhäuser hätten Bestandsschutz.

Der ABUV empfahl einstimmig den Aufstellungsbeschluss.

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