Große Gemeinschaft am Bergaltar

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Zum Pontifikalamt zur Seligsprechung von Pater Philipp Jeningen kamen rund 2000 Menschen auf den Schönenberg.
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Bischof Gebhard Fürst nennt den Schönenberg einen guten Ort, um einen anderen Blick auf die Probleme des Alltags zu gewinnen.

EllwangenAm Sonntag am neuen Bergaltar aus Muschelkalk sprach Bischof Dr. Gebhard Fürst in der Predigt über die Art und Weise, wie Menschen mit der christlichen Botschaft umgehen. Das Lukasevangelium 10, 38-42, wo von den Schwestern Maria und Martha die Rede ist, die eine aktiv und anpackend, die andere eher nachdenklich und still, verwies Fürst auf Pater Philipp: der habe beide Seiten vereint, als Mystiker und nimmermüder Seelsorger. Die Wallfahrtskirche sollte den Menschen einen Ort bieten, der eine andere Sicht auf den leidvollen Alltag ermöglicht. „Gönnt euch den Luxus innezuhalten“, rief der Bischof den Menschen zu.

Die Kinderkirche auf dem Schönenberg hatte parallel zum Pontifikalamt unter schattigen Bäumen die Geschichte Pater Philipps kindgerecht erarbeitet. Zum Ende des Gottesdienstes kamen die Kinder zum Bergaltar und zeigten, was sie gemalt hatten. Die vereinigten Musikvereine Rattstadt und Rindelbach begleiteten den Gottesdienst und Wendelin Dauser dirigierte.

Der Bischof würdigte am Ende das Zusammenarbeiten der über 300 Ehrenamtlichen und beschenkte stellvertretend die Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte Guido Gruber, Cornelia Mack, Sonja Fuchs, Christine Eberle und Christoph Romer. Letzterer überreichte als Sprecher der Gesamtkirchengemeinde dem Bischof, dem Domkapitular und den Pfarrern einen Karton mit Pater-Philipp-Bier.Und nach dem Gottesdienst wurde auch oben am Schönenberg mit gutem Essen und Trinken gemeinsam gefeiert. Im Schatten der Kirche und unter seitlich offenen Zelten waren Biertische aufgebaut. Es gab verschiedene Gerichte, vom Brathähnchen bis zur Pizza und die Menschen ließen sich alles gerne schmecken.

Bei der Marienvesper am Samstagabend war die Wallfahrtskirche ebenfalls voll besetzt. Pfarrer Martin Leitgöb entzündete am Ende der Andacht die neue Votivkerze, die der Bischof zuvor geweiht hatte. Sie steht nun in der Antoniuskapelle, wo eine Pater-Philipp-Skulptur steht.

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Die Gläubigen am Bergaltar aus der Luft, fotografiert von Gerhard Lemmermeier
Die Menschen saßen im Schatten der Wallfahrtskirche zusammen. Diakon Herbert Baumgarten mit seiner Drehorgel bat um eine Spende für eine Schule in Tansania.
Die Menschen saßen im Schatten der Kirche beisammen.
Auch auf dem Schönenberg gab es nach dem Gottesdienst ein gemeinsames Essen.
Die Kinderkirche unter schattigen Bäumen: Zum Finale kamen die Kinder zum Bergaltar und zeigten, was sie gemalt hatten.
Ein herrlicher Blick über die Stadt und ein sonniger Himmel beim Gottesdienst, das hat mman nicht immer.

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