Grünes Licht für bauliche Stadtwerke-Erweiterung

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Ein neuer Bebauungsplan für das Gelände der Stadtwerke soll eine Erweiterung Richtung Norden ermöglichen.
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Rindelbach verliert rund 22 Hektar seiner Gemarkung , darf aber bei Bauvorhaben weiter mitreden.

Ellwangen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend gleich mehrere Bebauungspläne auf den Weg gebracht. Zum Einen den Bebauungsplan „Daimlerstraße Südwest“. Durch die Insolvenz eines ehemaligen holzverarbeitenden Betriebs zwischen Bahnhofstraße und Daimlerstraße stünden Veränderungen im Plangebiet an, erläuterte der Leiter des Stadtplanungsamtes, Michael Bader. Für die künftige städtebauliche Entwicklung und Ordnung sei es erforderlich, für das betreffende Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen.

Für den Bereich „Unterer Lohbach“ entschied sich der Rat ebenfalls, einen Bebauungsplan aufzustellen. Nötig sei der Schritt, da die Stadtwerke die neuen Geschäftsfelder „Breitbandinfrastruktur“ und „Mobilitätsangebote“ dazubekommen haben, wie Klaus Ehrmann, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, erläuterte. Daher müssten neue Räumlichkeiten geschaffen werden. Die neue Bebauung bleibe zum größten Teil auf dem bereits erschlossenen Gelände. Eine Erweiterung gebe es nach Norden hin. „Das ist eine positive Nachverdichtung“, fand Ehrmann. Die Gebäudehöhen seien festgesetzt, ein Mitarbeiter-Parkdeck solle errichtet werden.

Zudem beschloss der Gemeinderat, den Vertrag mit den Stadtwerken um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Als Drittes ging es um die geänderte Aufstellung des Bebauungsplans „Hinterer Spitalhof“. Der wird wegen des anstehenden Umzugs von Wertstoffhof und Bauhoffläche, weg vom zukünftigen Gartenschaugelände nötig. Alternative Standorte seien geprüft worden. Für den Wertstoffhof sei jedoch eine zentrale Lage, auch wegen der umliegenden Gemeinden, die diesen ebenfalls nutzen, nötig, führte Ehrmann aus.

Fast einstimmig bestätigte der Gemeinderat die Grenzänderung der Gemarkung Rindelbach und Röhlingen im Bereich des geplanten Gewerbegebietes Neunheim IX. Rindelbachs Ortsvorsteherin Johanna Fuchs sagte, für Rindelbach sei das eine sehr emotionale Geschichte. Der Ort verliere 22 Hektar. Das sei kein Klacks. Die Mitglieder des Ortschaftsrats hätten sich entschieden, der Grenzänderung zuzustimmen, erbitten sich aber im Gegenzug weiterhin ein Mitspracherecht bei Entscheidungen.

„Rindelbach wird bei Bauvorhaben mit einbezogen werden“, versicherte Oberbürgermeister Michael Dambacher.
Panja Tillmann-Mumm

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