„Impuls“ gratuliert Anna-Schwestern zum 100.

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Die Schönenberger Musikgruppe Impuls macht den Anna-Schwestern ein besonderes Geschenk zum hundertjährigen Bestehen: ein franziskanisches Singspiel.

Ein Singspiel als Geburtstagsgeschenk. Wieviel die Ellwanger Schwestern und Franz von Assisi verbindet.

Ellwangen. Der Festsaal ist voll. Die Schönenberger Musikgruppe „Impuls“ macht den Anna-Schwestern mit einem franziskanischen Singspiel aus der Feder von Kathi Stimmer-Salzeder ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk zu ihrem hundertjährigen Bestehen. Und dankt für den „unermüdlichen Einsatz“ der Anna-Schwestern.Bevor die ersten Töne erklingen, fasst Generaloberin Veronika Mätzler das Leben des Heiligen Franz von Assisi zusammen, erzählt bewegend von dem verrückten Aussteiger, der dem sorglosen Leben eines reichen Tuchhändlersohnes den Rücken kehrt. Der nach einem Jahr Kerkerhaft und Besinnen auf sich selbst sein Leben umkrempelt. Der alle vor den Kopf stößt, ein Provokateur ist, den edlen Zwirn ablegt, die Karriereleiter nach unten klettert, vom Vater enterbt frei ist für das Leben. Das er dann Gott und den Armen widmet. Und für eine Erneuerung der Kirche sorgt.Unter der Leitung von Karin Kucher nehmen die 21 Sänger und Musiker von „Impuls“ dann die Gäste mit auf eine musikalische Reise durch das Leben des Heiligen. Gitarre, Flöte, fröhliche Gauklerklänge spiegeln das unbeschwerte, unbedachte, verschwenderische Leben des jungen Francesco wieder, der die jungendliche Oberschicht anführt. „Hast du was, dann bist du was: Ist es das?“, fragen sie. Und mahnen, dass alles so bleibt wie es ist, wenn man nur zu allem „ja und amen“ sagt. Der eigenen Bequemlichkeit wegen. Unter harten Trommelschlägen zeigt die Gruppe die Hoffnung des 19-Jährigen, der denkt im Städtekrieg Ruhm, Ehre und darin seine Erfüllung zu finden. Es läuft anders: „Aus. Zuende. Gefangen. Eingesperrt. Wartezeit. Zwischenzeit. Nichtzeit. Aushalten. Standhalten. Sich selber ausgesetzt.“ Die Worte der Komponistin lassen die Zeit der Veränderung spüren. Als etwas passiert mit dem jungen Mann. Der sich aus seinem alten Leben schält wie aus den Kleidern der Oberschicht. Er legt eine einfach Kutte an. Und findet zusammen mit Oboe und Cello seine Nähe zu und Verwurzelung in Gott. Begleitet von einer nachdenklichen Geige. Kraftvoller, vielstimmiger Schwung schließt sich an. Franziskus ist angekommen bei sich. Bei dem, was er will im Leben. Und damit in dem selben liebevollen, menschennahen Wirken wie seine „Schwestern“. Die Ellwanger Anna-Schwestern. „Ihr habt uns eine hundertfache Freude geschenkt“, dankt Mätzler.pe

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