In Ellwanger LEA kommen mehr Flüchtlinge

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Schild am Eingangsbereich zur Landeserstaufnahestelle für Flüchtlingen (LEA) in Ellwangen.

Um rund 800 zusätzliche Plätze wird die Kapazität in der Landeserstaufnahmestelle erhöht.

Ellwangen. Die Kapazitäten in der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen werden erhöht. Wie das Justizministerium am Freitag mitteilt, haben sich Städte Heidelberg (Ankunftszentrum) und Sigmaringen, Ellwangen sowie Freiburg (Landeserstaufnahmeeinrichtungen) bereit erklärt, die bisher mit dem Land vereinbarten Kapazitätsgrenzen der dortigen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes für die Zeit des Bedarfs im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu erhöhen. Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges dankte den Städten ausdrücklich. Sie hatte in den vergangenen Tagen mit den Stadtspitzen von Heidelberg, Ellwangen, Sigmaringen und Freiburg Gespräche aufgenommen und vor dem Hintergrund des zu erwartenden Anstiegs von Flüchtenden darum gebeten, bei Bedarf die bisher vereinbarten Kapazitätsgrenzen überschreiten zu dürfen. Dazu haben sich alle Städte bereiterklärt - auch Ellwangen.

Der Ellwanger Oberbürgermeister Michael Dambacher wird in der Mitteilung des Ministerium zitiert mit den Worten: „In solchen Zeiten muss man unbürokratisch handeln. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation und daher war es für die Stadt Ellwangen selbstverständlich, dass die Kapazitäten in der LEA - unabhängig vom Vertrag - kurzfristig erhöht werden.“

Die Erweiterung

Als Kapazitätserweiterungen für den Bedarf der Unterbringung von Flüchtenden aus der Ukraine wurden vereinbart: An den Standorten Heidelberg (Ankunftszentrum), sowie Sigmaringen und Ellwangen (Landeserstaufnahmeeinrichtungen) jeweils bis zu 800 zusätzliche Plätze sowie in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Freiburg bis zu 100 zusätzliche Plätze.

Somit stünden in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen des Landes zur Unterbringung von Flüchtenden vor Putins Krieg aus der Ukraine kurzfristig 2500 zusätzliche Plätze zur Verfügung.

Krieg in der Ukraine: Unsere wichtigsten Artikel als Dossier

Ein Bild aus der LEA Ellwangen von 2015: weil der Raum in den Gebäuden nicht mehr ausreichte wurden vom THW Zelte aufgestellt. Wieveiel Flüchtlinge aus der Ukraine kommen und ob sie überhaupt das Asylverfahren durchlaufen müssen ist derzeit noch unklar.

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