Inneo will Region digital und zukunftssicher machen

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Oberbürgermeister Michael Dambacher, Inneo-Geschäftsführer Helmut Haas und IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
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Das Ellwanger Unternehmen Inneo lädt zur Fachkonferenz Digitalisierung 2022 mit Hochkarätern aus der Branche ein. Der Geschäftsführer betont, wie wichtig Digitalisierung für die Zukunft ist.

Vor Ort und digital: die Fachkonferenz Digitalisierung 2022

Das Unternehmen Inneo ist Gastgeber für die Fachkonferenz Digitalisierung 2022 in Stuttgart. Am Mittwoch, 11. Mai, werden von 9 bis 17 Uhr im ICS Messe Stuttgart sowie online per Livestream Experten im Bereich CAD/PLM, IT, Simulation, IoT und digitale Realität Interessierten ihre Erfahrungen schildern. Unter den Referenten ist unter anderem Anna Kopp, Director IT bei Microsoft in Deutschland. Ferner sind Inneo-Geschäftsführer Helmut Haas sowie Vertreter der Unternehmen PTC und Ansys vor Ort. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen unter www.inneo.de/fachkonferenz-digitalisierung

Ellwangen

Digitalisierung ist zukunftsentscheidend, stellt der Geschäftsführer des Ellwanger Softwareentwicklers Inneo, Helmut Haas fest. Und das in vielerlei Hinsicht. Digitalisierung mache effizient Prozesse, schnell, spare Geld. Auch weil der Ruhestand der Baby-Boomer-Jahrgänge näher rücke, gehe es künftig nicht mehr ohne Automatisierung, Künstliche Intelligenz (KI) & Co.. Dass Arbeitskräfte fehlen, "wird heute schon beklagt", sagt Haas, "und es werden noch mehr". Um das Thema Digitalisierung in Ellwangen und in der Region Ostwürttemberg anzupacken, ist das IT-Unternehmen aus Ellwangen einer der Partner, die die Region im Rahmen der Zukunftsoffensive Ostwürttemberg fit für die kommenden Jahre machen soll. Dafür plant Inneo unter anderem eine Messe in Stuttgart, bei der Unternehmen wie Microsoft vertreten sein werden.

Das in Ellwangen gegründete Unternehmen zählt heute zwölf Standorte in drei Ländern und pflegt Kontakte zu international tätigen Unternehmen. Diese Verbindungen spielen Inneo bei der Organisation der "Fachkonferenz Digitalisierung 2022" in Stuttgart in die Karten. Vor Ort im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) wie online lädt das Unternehmen unter anderem zum Austausch mit Vertretern von Microsoft, PTC und Ansys. Auch Kunden von Inneo berichten von ihren Erfahrungen. "Das geballte Know-How, sie kriegen dort die Experten live", verspricht Geschäftsführer Haas. 

Digitalisierung ist "ultradringend", betont der Inneo-Geschäftsführer. Das habe unter anderem die Coronapandemie gezeigt. Inneo betreue 20.000 Projekte von von mehr als 6000 Kunden. Auch wenn die Kunden von Inneo im Frühjahr 2020 gute Produkte im Angebot hatten, lähmte die Pandemie den Betrieb. "Die Kunden sind geschwommen - wie wir alle", erinnert Haas, "von heute auf morgen war nichts mehr möglich". Eine schnelle, digitale Lösung musste her. Das Unternehmen biete viele Schulungen für seine Kundschaft. Diese konnte es digital abhalten. "Ohne Corona wäre das nicht passiert. Corona war wie ein Beschleuniger." Vor zwei Jahren sei es schwer denkbar gewesen, Meetings, Schulungen und ähnliches online über Videokonferenzen und Fernzugriffsprogramme abzuhalten. "Heute ist das Standard."

Digitalisierung bringe eine Reihe von Vorteilen, die wichtig für Zukunfts- und Konkurrenzfähigkeit seien. Eine höhere Effizienz, ein schnelleres Tempo oder günstigere Kosten in der Produktion seien ohne neue Konzepte schwierig möglich. Eine intelligente Produktionsstraße etwa erfasse verschiedene Parameter wie Temperatur oder den Stand des Materials. Ist alles überblickt, könne man überwachen, dass die Produktion optimal läuft - bei weniger Personalaufwand. "Alles, was sie nicht selber tun müssen, verursacht keine Kosten mehr", sagt Haas. 

Auch die IHK Ostwürttemberg, vertreten durch Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler, legt Wert darauf, die Region digital für die Zukunft aufzustellen. "Die Entwicklung kommt unaufhaltsam", sagt Rentschler. Es sei unausweichlich, dass dort mit der Zeit zu gehen. Neben Digitalisierung und dem Umgang demografischen Wandel setzt sich die IHK Ostwürttemberg auch eine nachhaltige, CO2-arme Zukunft im Rahmen der Zukunftsoffensive Ostwürttemberg als Ziel. So soll die Region durch attraktive Arbeitsplätze zum Magnet für junge Menschen werden. Auch Oberbürgermeister Michael Dambacher beobachtet den demografischen Wandel "mit Sorge". Ellwangen speziell stehe wegen der nahe gelegenen Grenze außerdem in einem gewissen Wettbewerb mit Bayern.

Rentschler lobt die Investition von Inneo in der Region. Das Unternehmen plant in weniger als einem Jahr den neuen Standort in Neunheim mit rund 200 Arbeitsplätzen im Rahmen des IT-Campus zu beziehen. Laut Geschäftsführer Haas verlasse das Unternehmen den Standort in der Rindelbacher Straße in Ellwangen. Es sei unklar, wie es mit dem Gebäude dort weitergeht, beziehungsweise wer danach einzieht.

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