Innovatives Konzept für eine Ellwangen-App

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Die Studenten an der Hochschule Aalen, (v.l.) Caspar Reiter, Sven Cellary, Rene Berger und Samuel Schwarzer, arbeiten am Konzept für eine Ellwangen-App.
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Studierende der Hochschule Aalen überlegen, wie man mit Gaming-Elementen eine App so gestaltet, dass sie für alle Generationen reizvoll ist.

Ellwangen

Wie muss eine Ellwangen-App aussehen, damit sie von möglichst vielen Menschen jeden Alters genutzt wird? Damit beschäftigen sich gerade Studierende der Hochschule Aalen. Caspar Reiter, Sven Cellary, Rene Berger und Samuel Schwarzer studieren im vierten Semester Wirtschaftsingenieurwesen. Die Aufgabe fällt in den Bereich Projektmanagement und Ziel ist es, für einen App-Prototyp, der auch für die Landesgartenschau (LGS) 2026 nutzbar ist, ein Konzept zu entwickeln, das mit „Gamification“ die Spielfreude jüngerer Nutzer und das Informationsbedürfnis von älteren Menschen verbindet.

Auf diese Weise soll die neue App eine möglichst breite Akzeptanz erfahren und von möglichst vielen Menschen genutzt werden.

Konkret haben sich die Studenten eine Art „Schnitzeljagd“ überlegt: über die App können Punkte gesammelt und Preise gewonnen werden. Funktionieren soll dieses System mittels QR-Codes an Sehenswürdigkeiten oder besonderen Punkten im Stadtgebiet. Wer in vorgeschlagenen Rundgängen beispielsweise vier solcher QR-Codes scannt, sammelt Punkte auf sein persönliches Punktekonto.

Als Preise haben die Studenten an kleinere Snacks, eine Tasse Cappuccino in einem bestimmten Cafè, eine Butterbrezel in einer bestimmten Bäckerei, aber auch wertvollere Sachpreise wie Hotelgutschein oder Ähnliches gedacht. Das Konzept bietet gute Möglichkeiten, Werbepartner einzubinden.

Den Nutzern soll die App anzeigen, wie viele Punkte man im Moment gesammelt hat und wie viele noch fehlen, um einen bestimmten Preis einlösen zu können.

Außerdem soll es ein „Ranking“ geben, eine Rangliste aller App-Nutzer, die ihren Punktestand freigeschaltet haben. Mit dem Datenschutz sehen die Studenten keine Probleme, da man selbst bestimme, welche Möglichkeiten der App man tatsächlich auch nutzen will.

Für Stefan Powolny, Geschäftsführer der LGS GmbH, hat die Idee, über besondere Anreize die Menschen dazu zu bringen, neben dem Ausstellungsgelände auch die Innenstadt aufzusuchen, besonderen Charme.

Noch ist das Konzept der Studierenden nicht komplett. Abgestimmt werden die Details mit Julian Fuchs von der Stradico-Beratungsfirma. Unter anderem stehen noch Fragen offen, was eine Ellwangen-App noch alles bieten sollte, wie Veranstaltungskalender, News, ein Ticketsystem eingebunden werden können. Wunsch ist, dass die neue App bereits vor Beginn der Landesgartenschau startet. „Ein Prototyp könnte bereits 2023 herauskommen“, schätzt Fuchs, der für die LGS auch andere Ideen der Digitalisierung prüft, so den Einsatz von Sensoren zur Besucher- und Verkehrssteuerung.

Für die Ellwangen-App hat die Stadtverwaltung Fördermittel im Bundesprogramm „Stadt neu erleben“ beantragt.

Powolny schätzt die Kosten für eine Ellwangen-App, die auch die LGS 2026 einschließt, auf rund 500 000 Euro. Darin enthalten sind Entwicklung und Inhalte wie Bilder, Filme, Daten, Texte, aber keine Folgekosten für die laufende Aktualisierung von Programm und Inhalten.

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