Jagstregion will neue Förderperiode

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Aus dem Leader-Programm sollen auch von 2023 bis 2027 Mittel an Gemeinden, Unternehmen und Vereine aus dem Ostalbkreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall fließen.

Ellwangen

Ausgesprochen erfolgreich war die Jagstregion, das sind die Landkreise Schwäbisch Hall und Ostalb ohne die Kernstädte, bislang im Leader-Programm der EU unterwegs, das von Land und Bund unterstützt wird. 99 Projekte wurden umgesetzt und rund 4 Millionen Euro an Fördermitteln in die Region geholt.

Jetzt läuft die Förderperiode aus, ab 2023 beginnt eine neue und die Jagstregion soll wieder mit dabei sein. Das betonten die Landräte Dr. Joachim Bläse (Ostalbkreis) und Gerhard Bauer (Kreis Schwäbisch Hall) bei einem Online-Pressegespräch. „Mit diesem Programm können im ländlichen Raum örtliche Stärken ausgebaut und neue Geschäftsfelder entwickelt werden. Das ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Bläse und betonte auch den Jugendfonds, über den niederschwellig kleine Projekte von Jugendgruppen gefördert werden.

Für die Bewerbung ist ein neues Entwicklungskonzept nötig, das unter anderem bei einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 19. Januar vorgestellt wird. In Workshops sollen Ideen für die drei Handlungsfelder „Zukunftsfähige Kommunen“, „Nachhaltiges Wirtschaften“ und „Aktive Bürgerschaft“ gesammelt werden. Alle Interessierten können mitmachen.

Wie Gerhard Bauer ausführte, sind es vor allem Ideen mit Bezug zu Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Nahversorgung, Tourismus, Gleichstellung, Bildung und demografischem Wandel gefragt. Das Regionalmanagement der Jagstregion ist zusammen mit dem Büro Neulandplus bereits in Gesprächen mit kompetenten Ansprechpartnern aus Organisationen wie den Kreisjugendringen, um neue Impulse für die Region setzen zu können.

Regina Gloning, Vorsitzende der Leader Aktionsgruppe Jagstregion, sah auch in Projekten in Hinblick auf die Landesgartenschau Ellwangen 2026 ein mögliches Handlungsfeld.

16 bis 18 Regionen sollen im September ausgewählt werden. Bis zum letzten Abgabetermin der Bewerbung am 22. Juli sollen am 22. Mai in Lauchheim noch ein Leitevent und Anfang Juni eine Abschlussveranstaltung stattfinden.

Die Chancen seien durchaus gegeben, dass die Jagstregion erneut als förderungswürdig erachtet wird, meinte Gerhard Bauer. Derzeit stünden 20 Bewerbungen im Raum.

Dass es nicht nur Ideen braucht, sondern auch Träger, die bereit sind, für Projekte eigenes Geld zu setzen, machte Joachim Bläse deutlich. Neben Kommunen und Ortschaften seien Unternehmen, Verbände, Vereine und Privatleute beziehungsweise Unternehmer angesprochen, Investitionen zu tätigen, die für die Region ein Zugewinn werden können.

Dass die Bürgerbeteiligung pandemiebedingt ein Stück weit ausgebremst wird, die Auftaktveranstaltung wird als Online-Forum ausgerichtet, werde für die Jagstregion nicht zum Nachteil. „Andere Bewerber stehen vor demselben Problem“, meinte Simone Oesterle, Regionalmanagerin im Landratsamt Aalen.

Wie gewinnbringend die Leader-Förderung sein kann, verdeutlichten Simone und Christian Egelhof (Obersontheim). Sie haben für den Ausbau einer Scheune zur Schaubrennerei mit Hofladen knapp 50 000 Euro bekommen. Mittlerweile finden dort Verkostungen ihrer edlen Brände mit bis zu 30 Personen statt. Die „Egelhof Edelbrandmanufaktur“ hat Preise gewonnen und zieht Touristen an. 200 Streuobstbäume der Nebenerwerbsbrenner haben eine zukunftsträchtige Nutzung.

Den Zugangslink für die Auftaktveranstaltung am 19. Januar um 18 Uhr finden Sie unter www.jagstregion.de.

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