Kino Regina 2000 soll nach Corona richtig durchstarten

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Seit August 2021 hat Ralf-Christian Schweizer das Kino "regina 2000" in Ellwangen übernommen. Aktuell gebe es beim Betrieb noch Luft nach oben. Ist die Pandemie vorüber, will er richtig durchstarten.
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Seit August betreibt Ralf-Christian Schweizer neben den Kinos in Heidenheim und Aalen auch das Kino Regina 2000 in Ellwangen. Dabei hofft er auf ein baldiges Ende der Coronamaßnhamen in Kinos sowie auf den ein oder anderen Blockbuster.

Ellwangen

Technik, Ton, generell modernisiert oder "den Laden auf Links gedreht", wie Kinobetreiber Ralf-Christian Schweizer, der neben den Kinos in Heidenheim und Aalen seit August auch das Kino Regina 2000 in Ellwangen betreibt, es nennt. Die Kapazitäten, um zahlreiche Filmfans anzulocken, hat Schweizer. Doch die Coronamaßnahmen nehmen ihm den Wind aus den Segeln, um voll durchzustarten. Gerade den spontanen Kinobesuch, ohne viel Planung, gebe es aktuell nicht wirklich. "Für die Besucher ist es natürlich belastend und umständlich", kann er verstehen, "uns sind die Hände gebunden". Doch er steckt den Kopf nicht in den Sand, hofft auf die Zeit nach der Pandemie. Denn: "Es macht Spaß in Ellwangen."

Den Namen "Regina 2000", wie das Kino in Ellwangen seit dem Jahr 2000 heißt, "haben wir gerne übernommen", sagt Schweizer, "weil es immer ein gutes Kino war". Seine Events, wie die Lady's Night oder die Harte-Jungs-Nacht mit speziellen Getränke- und Filmangeboten, sind beliebt. "Unsere Konzepte kommen gut an. Ich bin nicht unzufrieden, aber es fehlt noch der Dampf." Regelungen wie 2G-Plus seien hinderlich für einen sorglosen Kinobesuch, schließen Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, komplett aus. "Die Leute sind teilweise verärgert, obwohl wir nichts dafür können", berichtet der 55-Jährige. Einen Rückgang der Einnahmen von bis zu 63 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie gebe es in der Branche. Damit es bergauf gehen, kann pocht Schweizer auf eins: "Wir müssen zur Normalität zurückkehren."

Spider-Man und 007 retten 2021

Sind die Maßnahmen wieder milder, will er in Ellwangen richtig durchstarten. Nur noch in einem der sechs Kinosäle stünden aktuell noch Umbauarbeiten an. "Das kommt alles, das Zeug ist bestellt", sagt er. Doch bei der aktuellen Nachfrage lohne es sich noch nicht. Auch Filme, die er seinen Besucherinnen und Besuchern präsentieren könnte, gebe es genug. "Aber die Verleiher halten auch einige Brummer noch zurück." Es sei eine große Industrie, bei der es um viel Geld gehe. Große Blockbuster in Zeiten zu veröffentlichen, in denen Kinogänger fehlen, "das hat einen Rattenschwanz. Jeder muss Geld verdienen". Der Film "Spider-Man: No way home" sowie der neueste James-Bond-Streifen "Keine Zeit zu sterben" hätten dabei geholfen, dennoch Publikum in die Kinosessel zu locken.

Natürlich freut sich der Kinobetreiber auf Filme, "die gut laufen", gibt er zu. Dennoch gibt es den ein oder anderen Titel, der ihn auch persönlich interessiert. "Top Gun", nennt er, "da freue ich mich persönlich sehr darauf". Ebenfalls steht Jurassic World auf der Liste. Oder die Fortsetzung von James Camerons "Avatar" aus dem Jahr 2012, die in diesem Jahr starten soll. "Da freue ich mich extrem drauf." 

Kino als Traditionsbetrieb

Schweizer ist Kinobetreiber in der vierten Generation. Ob es eine fünfte geben wird ist möglich, aber nicht sicher. Es gelte, die kommenden zehn Jahre abzuwarten, zu sehen, welche Zukunft Kino hat. Streamingdienste wie Amazon Prime oder Netflix bereiten dem Kinobetreiber weniger Kopfzerbrechen. "Ich sehe das Streaming eher als Ergänzung." Das echte Kinoerlebnis? "Das gibt es nicht auf der Couch", ist sich Schweizer sicher. Und: "Das beste Popcorn gibt's im Kino."

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