Kreisel Siemensbrücke wird gebaut

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Anstatt der momentanen Vorfahrtsregelung wird hier ein Kreisverkehr gebaut. Die Stadtverwaltung verspricht sich davon mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und kürzere Wartezeiten.
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Die Stadt verspricht sich besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit für Radfahrer. Das Regierungspräsidium hat den Kreisverkehr vorerst nur als Provisorium genehmigt.

Ellwangen

Der Kreisverkehr auf der Siemensbrücke ist genehmigt und darf gebaut werden. Das teilte Oberbürgermeister Michael Dambacher im Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten (ABUV) mit, der am Mittwoch im Rathaus tagte.

Der Knotenpunkt wurde im Rahmen des Radverkehrskonzepts vom Büro Brenner Bernard untersucht. Ein Kreisverkehr erhöhe die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und könne mehr Verkehr aufnehmen als die bisherige Vorfahrtsregelung, war das Ergebnis.

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) hatte an dieser Kreuzung, die auch Umleitungsverkehr von der A7 bewältigen muss, eine Ampel vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung bevorzugte den Kreisverkehr und plante auf eigene Faust. Der Entwurf wurde nun vom RPS als Provisorium genehmigt und wird zwei Jahre lang ausprobiert. Läuft der Verkehr, darf der 21-Meter-Kreisel mit 6-Meter-Auge bleiben. Die Stadt trägt in der Zeit allein die Verantwortung für Verkehrssicherheit. Erweist sich die Lösung als fehlerhaft oder entwickelt sich ein Unfallschwerpunkt, muss das Provisorium zurückgebaut werden.

In diesem Fall könnten die Kosten schnell ausufern, warnte SPD-Stadtrat Joachim Zorn: "Der Bau kostet 140 000 Euro, ein Rückbau 80 000 Euro". Zorn bemängelte auch die nur teilweise barrierefreien Zebrastreifen, die das Provisorium bekommen soll. Die seien verwirrend, weil wenige hundert Meter weiter bei den Stadtwerken ein Kreisverkehr sei, der keine Zebrastreifen hat. "Da besteht Erklärungsbedarf, vor allem bei Schulkindern", meinte Zorn.

Albert Schiele (CDU) war der Meinung, man könne auch an dem Provisorium auf Zebrastreifen verzichten. Die Querungshilfen seien ausreichend, das habe sich bei vergleichbaren Lösungen in Aalen erwiesen.

Wir gehen davon aus, dass dieser Kreisel funktioniert.

Volker Grab Bürgermeister

Michael Bader, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, kündigte an, das Problem bei der Verkehrsschau vorzubringen, die sich ohnehin den Stadtwerkekreisel vorgenommen habe. Möglicherweise könne man den mit Zebrastreifen nachrüsten.

Weil bei Zebrastreifen klare Vorgaben für eine entsprechende Ausleuchtung bei Nacht einzuhalten sind, muss auch die Straßenbeleuchtung angepasst werden. Allerdings sei dies möglich, ohne neue Masten zu setzen, erklärte Dietmar Engel vom Tiefbauamt. Leuchtmittel und Lampen würden lediglich umgerüstet.

Bürgermeister Volker Grab machte deutlich, dass der Kreisverkehr Provisorium heißen müsse, eine Vorgabe des RPS: "Wir gehen aber davon aus, dass er funktioniert."

Bei einer Enthaltung wurde die Stadt zur Vergabe der Bauarbeiten ermächtigt. Die Bauarbeiten sollen umgehend ausgeschrieben werden und noch in diesem Jahr beginnen.

So soll der neue Kreisverkehr aussehen. Plan: Stadt Ellwangen

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