Kundgebung: Mit Poesie und Musik gegen den Krieg

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Berthold Weiß (Gitarre) stimmte Friedenslieder am Fuchseck an.
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Das Aktionsbündnis Mahnwache verurteilt den Ukraine-Krieg am Samstagvormittag am Ellwanger Fuchseck auf das Schärfste.

Ellwangen

In der Innenstadt versammelten sich am Samstagvormittag rund 200 Teilnehmer und zeigten so ihre Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine und deren Opfern, ebenso mit den Menschen in Russland, die sich mutig gegen den Krieg wehren.

Unter dem Motto: „Den Frieden retten - die Waffen nieder - nie wieder Krieg !“ wurden Gedichte, Gedanken und Liedtexte von bekannten Philosophen, Dichtern und Liedermachern vorgetragen und zitiert.

Josef Baumann vom Friedensforum Ellwangen sagte vor einem blauen Transparent mit der aufgemalten weißen Friedenstaube:  „Eine unfassbare Welle der Gewalt hat die Ukraine durch den Krieg erfasst. Die Folge sind große Flüchtlingsströme. Ein paar Geflüchtete sind jetzt auch in Ellwangen angekommen. Es sterben zahlreiche unschuldige Zivilisten und die lebenswichtige Infrastruktur ist in der Ukraine vielerorts zerbombt.“

Bei einer Schweigeminute wurde danach der Opfer des Krieges in der Ukraine gedacht. Josef Baumann erklärte weiter: „Ein atomarer Schlagabtausch wird bei diesem sinnlosen Krieg für möglich gehalten. Atomwaffen müssen jedoch geächtet werden.“ Er rief unter großem Applaus dazu auf: „Legt endlich die Waffen nieder.“  

Danach verlasen Gerhard Schneider, Margret Schneider, Carola Moser, alle vom Aktionsbündnis Mahnwache, Pater Reinhold Baumann, Renate Huober vom Freundeskreis Asyl und Klaus Opferkuch vom Aktionsbündnis „Ellwangen bleibt bunt“, Texte und Gedichte gegen den Krieg von Berthold Brecht, Mahatma Ghandi und Peter Schütt.

Peter Maile vom Friedensforum zitierte Sätze Bertha von Suttner (1843 - 1914), der Trägerin des Friedensnobelpreises von 1905: „Rache und immer wieder Rache! Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.“

Barbara Egetenmeir und Annette Meidert taten außerdem ihre Gedanken über den Ukraine-Krieg kund. Meidert wies auf die gezielten Falschinformationen des Kremls und Putins hin: „Möglichst viele Menschen in Russland müssen aber unbedingt erfahren, wie die Situation wirklich ist und die Wahrheit über den Krieg erfahren.“   

Berthold Weiß begleitete die Mahnwache musikalisch an der Gitarre und mit Gesang. Beim „Und wenn es nur ein Zeichen ist …“, dem traditionellen Ostermarschlied, stimmten die Teilnehmer lautstark ein.         

Krieg in der Ukraine: Unsere wichtigsten Artikel als Dossier      

„Legt endlich die Waffen nieder!“

Josef Baumann, Friedensforum Ellwangen
Die Mahnwache zeigte am Samstag am Fuchseck Flagge und protestierte gegen den Ukraine-Krieg.
Das Aktionsbündnis Mahnwache verurteilte den Ukraine-Krieg am Fuchseck scharf. Rund 200 Teilnehmer wurden bei der Kundgebung gezählt.
Das Aktionsbündnis Mahnwache verurteilte am Fuchseck den Krieg in der Ukraine scharf. Rund 200 Teilnehmer waren bei der Kundgebung dabei.
Die Mahnwache protestierte am Fuchseck gegen den Ukraine-Krieg. Rund 200 Teilnehmer nahmen an der Kundgebung teil.

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