„Lernen mit Rückenwind“ für Ellwanger Schüler

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Bürgermeister Volker Grab mit Schulleitern aus Ellwangen und verschiedenen Vertretern von Bildungseinrichtungen

Wie durch das Projekt coronabedingte Lernlücken geschlossen werden sollen.

Ellwangen. Schülerinnen und Schüler mit pandemiebedingten Lernrückständen sollen unterstützt werden, diese wieder aufzuholen. Darum geht es im Aktionsprogramm „Lernen mit Rückenwind“. „Schülerinnen und Schüler haben die größten Einschnitte in den letzten 2 Jahren hinnehmen müssen“, sagt Bürgermeister Volker Grab. „Durchschnittlich ging durch die Pandemie den Schülern ein halbes Jahr an Schulzeit verloren.“ Durch „Lernen mit Rückenwind“ soll diese Zeit aufgeholt werden.

Umgesetzt werden die Angebote des Programms teilweise während des regulären Schulunterrichts, teilweise in der schulfreien Zeit. Welche Kinder Bedarf an außerschulischem Unterricht haben, wird mithilfe einer Lernstandserhebung überprüft. Werden dadurch bei Schülerinnen und Schülern Lernrückstände festgestellt, bekommen diese einen Bildungsgutschein. Damit können sie bei verschiedenen Bildungspartnern kostenlose Nachhilfestunden bekommen.

Beim Pressegespräch waren Ellwanger Schulleitungen, vertreten durch Joseph Ott, Schulleiter der Braunenbergschule, Martin Burr, Schulleiter der Eugen-Bolz-Realschule und Stella Herden, Schulleiterin des Peutinger-Gymnasiums, vor Ort. Jeder Schule in Ellwangen wird einen Pauschalbetrag von 2500 Euro sowie 50 Euro pro Schüler zur Verfügung gestellt. Diese Mittel können für Lehrmittel, für Nachhilfestunden von Drittanbietern oder für zusätzliches Lehrpersonal verwendet werden. Die anwesenden Schulleiter berichten zudem einheitlich von großen sozial-emotionalen Rückständen bei Schülern, die sich durch die Zeit ohne Präsenzunterricht ergeben hätten. Dabei gehe es viel um Zwischenmenschliches und soziale Kompetenzen. Diese Rückstände sind für den ehemaligen EBR-Rektor Jürgen Walgenbach ausschlaggebender als verpasster Unterrichtsstoff: „Das Sozial-Emotionale überlagert den Fachwissensbereich.“ Ott betont, man müsse Kindern auch ihre Jugend lassen. „Es sind noch junge Menschen. Die brauchen auch Zeit außerhalb einer Beschulung.“

Vorerst ist das Projekt für das aktuelle und das kommende Schuljahr 2022/2023 vorgesehen. Wenn es nach den anwesenden Schulleitern geht, darf sich das Projekt gerne längerfristig halten. Um den Nachholbedarf zu decken, könne es länger brauchen, als die zwei Jahre, die vorerst angesetzt sind. ⋌Vera Mack

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