Lilak - vom Kellerstudio auf die Bühne

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Die Band Lilak spielte beim Kollektiv-K-Sommerfest auf dem Areal der Villa Koepf in Aalen im Sommer 2021. Niko (2.v.l.) und Tim (3.v.l.) sind die Köpfe der Band.
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Tim Hunke und Niko Brauchle sind die Musiker hinter der Ellwanger Band „Lilak“. Ein Gespräch über Liebeslieder, den Lilak-Sound und einen großen Wunsch.

Ellwangen. Sie sind Lilak. Und sie kommen aus dem Untergrund, zumindest im übertragenen Sinn. Denn in einem Keller in Ellwangens Marienstraße entsteht das, was die Band ausmacht: funkiger Sound, gemixt mit Indie- und Discoelementen. Dort komponieren und produzieren Tim Hunke (19) und Niko Brauchle (18) ihre Songs. Dort "werfen" sich die beiden Songschnipsel zu und kramen bereits gespielte Beats hervor - aus einer Idee wird so ein fertiges Lied. Niko spielt Klavier und Gitarre. Tim Schlagzeug, Bass und Gitarre - ach ja, und er singt und schreibt die Texte. Meist Liebeslieder. An eine verflossene Liebe seien die Texte grundsätzlich nie gerichtet. "Wenn ich eine Person meine, dann weiß sie das auch", sagt der gelernte Uhrmacher mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Es ist leichter, sich in ein Gefühl zu stürzen, das man mit Liebe in Verbindung bringt." Gefühle, die kommen in den Liedern der beiden rüber. Eine durchtanzte Sommernacht flimmert beim Hören eines Lieds etwa durch den Kopf - und unweigerlich ist das Bedürfnis da, zu tanzen.

Seit drei Jahren machen die beiden Musik. Anfangs mit viel Autotune, inzwischen ist jedes Instrument selbst eingespielt. Gefühlt 1000 Knöpfe gibt's im Studio. Audioprogramm, Aufnahmegerät & Co. „Wir können alles, was hier rumliegt, bedienen“, sagt Niko, der sich aktuell aufs Abitur vorbereitet.
Im Keller haben die Jungs im Sommer fast täglich geprobt. Mit dabei: fünf bis sechs weitere Musiker und Sängerinnen. Denn Lilak, das sind nicht nur Tim und Niko. Im Sommer hatte Lilak erste Auftritte in der Region. Ihre Musik, die soll bei allen gut ankommen. Jeder Auftritt der Ellwanger ist anders. Da wird mal der Rhythmus geändert und ein Song im Bossa Nova gespielt. Denn die Band will ihren Anhängerinnen und Anhängern etwas bieten. „Jeder Fan ist etwas Besonderes“, betont Tim, der Namensgeber der Band.

Lilak? Was bedeutet das? Man nehme den Zweitnamen von Tim (Kalle) und schreibe ihn rückwärts – „ellak“ entsteht. Doch "ellak", das hat dem 19-Jährigen nicht gefallen. Da kam die Idee: Viele Rapper setzen ein "Lil" vor ihren Namen - Lilak war geboren.

Ein Album, ein Mixtape und eine EP hat die Band veröffentlicht. Eine neue EP folgt Anfang 2022. „Wir produzieren so schnell wie möglich, dass die Leute was zu hören haben“, sagt Tim und fügt hinzu: „Wir versuchen, eine professionellere Richtung einzuschlagen.“ Der Wunsch des Septetts: So viel Geld mit Musik zu verdienen, dass sie davon leben können.

  • Die weiteren Musikerinnen und Musiker:
  • Friedrich Gaugler (Bass), Niko Rieg (Schlagzeug), Benedikt Müller (Gitarre), Elli Hunke und Paulina Hirsch (Gesang).

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