Löwenstarke Küche im Neunheimer Hirsch

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Die Familie Hald mit Weinkönigin und Ehrengästen präsentiert stolz das Schild mit den drei Löwen. Links Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch.
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Die Familie Hald setzt in Neunheim auf Regionalität und wird dafür mit den "drei Löwen" ausgezeichnet.

Ellwangen-Neunheim

Den "Hirsch" gibt es seit 1720 und im Jubiläumsjahr kommt die Verleihung der "drei Löwen" goldrichtig. Das Prädikat steht für ein besonderes Bekenntnis zur Regionalität. Nur 27 Gastronomen in Baden-Württemberg können sich damit schmücken. 90 Prozent ihres Angebots muss aus Baden-Württemberg kommen.

Die Familie Hald hat zu diesem Festtag ihre Zulieferer und Dienstleister eingeladen und Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft, um zu demonstrieren, welches Niveau an Gastlichkeit ihr Restaurant und Hotelbetrieb bieten. Moderiert von Michael Vaas sprechen sie der Familie Hald ihre Anerkennung aus.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für den Ländlichen Raum hat die "Löwen" mitgebracht. Sie hebt die Bedeutung von Regionalität für die Landwirtschaft und alle Betriebe hervor, die im Bereich Nahrungsmittel aktiv sind.

Die 330 Millionen Euro Coronahilfe für die Gastronomie zeigten, dass die Landesregierung die Bedeutung Baden-Württembergs als "Genießerland" durchaus schätze. "Der Cluster Ernährung ist, was die Zahl der Beschäftigten angeht, ungleich größer als die Automobilindustrie", sagt die Staatssekretärin.

Die kurzen Wege stehen für stabile Geschäftsbeziehungen, für Transparenz und garantieren dem Gast eine besondere Qualität, meint Adelheid Andruschkewitsch vom Projektrat "Schmeck den Süden" und Landrat Klaus Pavel ist sich sicher "Restaurants und Landhotels wie der Hirsch werden die Zukunft meistern." Oberbürgermeister Michael Dambacher ist stolz, "...dass wir einen der 27 Betriebe mit drei Löwen in Ellwangen haben." Markus Frei, Vorstandschef der Kreissparkasse Ostalb, lobt: "Mut zeichnet diese Familie aus."

Kurze Wege garantieren Qualität.

Adelheid Andruschkewitsch Projektrat "Schmeck den Süden"

Indem sich Martin und Heike Hald mit Sohn Dennis als Küchenchef, der in Sternerestaurants ausgebildet wurde, und ihrem starken Team die Regionalität auf die Fahnen schreiben, zeigen sie, dass sie sich durch die Coronakrise nicht schrecken lassen. "Es gibt auch positive Aspekte an Corona. Der Mensch steht wieder im Vordergrund. Die Leute stehen zusammen und die Region gewinnt", sagt Dehoga-Vorsitzender Dagobert Hämmerer, und: "Der Dennis springt in Sterneküchen rum, der wird das machen."

Martin Hald spricht dann sehr offen darüber, wie sehr ihn die Coronakrise auch persönlich in den ersten Wochen getroffen habe. Die Familie habe sich aber gegenseitig Mut gemacht. Mit den "Päckle to go", Menüs zum Selberkochen, habe man den Lockdown mit einem blauen Auge überstanden. Heike Hald ist stolz auf ihr Team, das in der Zeit so gut zusammengehalten habe und Sohn Dennis zeigt sich dankbar für das, was die Eltern geschaffen haben. "Das Regionale lebt in unserer Schmeck-den-Süden-Küche", sagt er und serviert den Gästen ganz ausgezeichnete Kostproben seiner Kochkunst.

Da kommen die Produkte vieler Betriebe der Umgebung auf den Tisch, veredelt zu einem erstklassigen Menü: Ziegenkäse aus Rattstadt, gebeizter Saibling und geräucherte Forelle vom "Fischböck" am Kocherursprung, Büffelmozzarella mit Rapsöl vom Bauer Wolpert, Graupenrisotto von der Heimatsmühle, Hühnerbrust vom Demeter-Brunnenhof aus Künzelsau, Bauernhofeis vom Gschwendhof. Dazu gibt es Ellwanger Rotochsenbier, Württemberger Weine, angepriesen von der Weinkönigin Henrike Heinicke aus Bopfingen, und Spirituosen von der Brennerei Zwick.

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