Mack am Volkstrauertag: „Kriegsverbrecher Putin bestrafen“

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Fahnenabordnungen verschiedener Organisationen und Gruppen nahmen an der Gedenkfeier am Mahnmal St. Wolfgang teil.
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Der Landtagsabgeordnete Winfried Mack hält die Gedenkansprache beim Mahnmahl St. Wolfgang in Ellwangen. Wie er Bezug zu den aktuellen Geschehnissen nimmt.

Ellwangen

Am Volkstrauertag in Ellwangen wurde bei der Gedenkfeier am Mahnmahl St. Wolfgang an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft, Terror und Vertreibung erinnert. Die Gedenkansprache hielt der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack.

„Das Gedenken an die Kriegsopfer erfüllt uns mit Trauer und oftmals auch mit Scham. Wir sind zusammengekommen, um uns gegenseitig zu versprechen, alles für den Frieden und gegen Terror und Gewalt zu unternehmen“, betonte Mack. 

 Die Erfindung des Volkstrauertages in der Weimarer Zeit vor über 100 Jahren sei die bewusste Abkehr von den damaligen Heldengedenktagen vor dem Ersten Weltkrieg gewesen, dem sogenannten Sedan-Tag. An diesem Tag wurde früher der Sieg der deutschen Truppen über Frankreich 1870/71 gefeiert. Mack: „Der Triumph und die Überlegenheit über Frankreich wurden so über 45 Jahre wach gehalten und legten so die Saat für den Ersten Weltkrieg.“

Wieder Krieg in Europa

Leider sei der Krieg jetzt wieder nach Europa zurückgekehrt. „Wieder werden Helden von Putin und seinen Helfern ausgezeichnet. Dafür, dass sie tun, was das Terrorregime von Ihnen verlangt.“ Die Lehren, die man in Deutschland und Europa aus den Katastrophen der beiden Weltkriege gezogen habe, seien richtig und würden auch Orientierung für die Zukunft geben.  

 Der CDU-Landtagsabgeordnete strich heraus: „Auch wenn Putin sich zu Hause eine lebenslängliche Immunität geben ließ, vor dem internationalem Strafgerichtshof in Den Haag ist er nicht sicher. So ein internationaler Prozess wäre dann auch die Grundlage für eine Versöhnung der Völker. Es muss der Kriegsverbrecher bestraft werden, aber nicht das Volk.“   

 Der Volkstrauertag sei, so Mack, eine Aufforderung, einzutreten für ein friedliches Miteinander, für Freiheit und Demokratie, für Menschenwürde und Menschenrechte und für die Mitmenschlichkeit im Alltag.       

     Oberbürgermeister Michael Dambacher dankte den Besuchern für ihr Kommen am Volkstrauertag und den Hilfsorganisationen und Gruppierungen mit ihren Fahnenabordnungen für ihre Unterstützung.      

 Im Anschluss gedachten Winfried Mack, Oberbürgermeister Michael Dambacher, Kapitänleutnant Lisa Hellringhaus und der stellvertretende Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Ellwangen, Wolfgang Berghausen, am Mahnmal in einer Schweigeminute an die Kriegstoten und Opfer von Krieg und Gewalt.

Der Liederkranz Ellwangen unter der Leitung von Hans Kucher und das Jugendblasorchester unter der Leitung von Wendelin Dauser umrahmten die Gedenkveranstaltung musikalisch.

Die Kranzniederlegung erfolgte unter Beteiligung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Sozialverband VdK Ellwangen, der Garnison Ellwangen, der Stadt Ellwangen und von Hilfsorganisationen.

Der Liederkranz Ellwangen, unter der Leitung von Hans Kucher (im Bild) und das Jugendblasorchetser umrahmten die Gedenkfeier am Sonntag musikalisch. Foto: AK
Der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack hielt die Gedenkrede. Foto: AK

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