Malteser eröffnen Rettungswache

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Der Malteser Hilfsdienst eröffnet ab 1. Juli eine Rettungswache. Vorerst sind sie im ehemaligen Sanitätsgebäude der Reinhardt-Kaserne untergebracht. Von links: Stephan Meßmer (Stadtbeauftragter der Malteser), Stefanie Streitenberger (Rettungssanitäterin), Anja Katz (Bundesfreiwilligendienst), Barbara Müller (Rettungssanitäterin), Alexander Gänßler (Bereichsleiter Rettungsdienst), Honas Haas (Notfallsanitäter), Heiko Born (Geschäftsführer Malteser Hilfsdienst Nord/Ost-Württemberg) und Stefan Frenkler (Leiter Rettungsdienst).

Ab 1. Juli will die Hilfsorganisation einsatzbereit sein. Standort ist das frühere Sanitätsgebäude der Bundeswehr. Doch es gibt weitere große Pläne.

Ellwangen

Der Malteser Hilfsdienst ist ab 1. Juli im Raum Ellwangen auch mit einer Rettungswache präsent und teilt sich die Einsätze mit dem Roten Kreuz. Damit sind zwei schlagkräftige Organisationen für Patienten und Verletzte ganz nach dem Motto der Malteser „Weil Nähe zählt“ im Dienste für den Menschen unterwegs. Die Johanniter seien auf eigenen Wunsch in den Schwarzwald umgezogen, berichten die Malteser in einem Schreiben an die Redaktion.

Zu der Rochade kam es, weil in einer Dienstbesprechung zwischen DRK, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe die Einsatzgebiete neu aufgeteilt wurden. Dadurch wurde dem Malteser Hilfsdienst die Rettungswache ab 1. Juli zugesprochen.

„Das ging alles sehr schnell und wir hatten nicht einmal ein Gebäude, in dem wir die neue Rettungswache einrichten konnten. In diesem Zusammenhang danken wir der Stadt Ellwangen mit Oberbürgermeister Michael Dambacher an der Spitze für die unproblematische Bereitstellung eines Teils des früheren Sanitätsgebäudes in der Reinhardt-Kaserne“, lobt der Geschäftsführer des Malteser-Hilfsdienstes, Bezirk Nord- und Ost-Württemberg, Heiko Born, das Entgegenkommen der Stadt.

Born betont: „Diese Räume sind für uns ideal, weil wir dort das Einsatzzimmer genauso einrichten können, wie auch die Schlafmöglichkeiten sowie die sanitären Anlagen für die Einsatzkräfte.“ Die Übernahme der Räume im früheren Sanitätsgebäude der Bundeswehr ist vorerst auf ein Jahr befristet.

Die Rettungswache ist ein weiterer Schritt, mit dem die Malteser in Ellwangen mehr Gesicht zeigen möchten. „In Ellwangen ist bereits der große, ambulante Pflegedienst mit seinen rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angesiedelt“, sagt Heiko Born und er hebt weiter hervor, dass es seitens der Malteser eine Herzensangelegenheit sei, die Präsenz in Ellwangen noch weiter auszubauen. Da komme die neue Rettungswache mit ihren zwei Fahrzeugen (ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen) und mit ihren derzeit rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerade recht. „Mit diesen Mitarbeitern und der eigenen Rettungswache werden wir den Bürgerinnen und Bürgern ab dem 1. Juli dann schnell zur Verfügung stehen“, verspricht Heiko Born.

Einsatzwochen sind geregelt

Dass es keine Doppelbesetzung bei den Einsätzen gibt, dafür hat sich Stefan Frenkler, (Leiter Rettungsdienst der Malteser) mit Marc Sachsenmaier (Leiter Rettungsdienst DRK) besprochen. „Wir haben einen Plan ausgearbeitet, damit dies nicht passiert, soll heißen, die Einsatzwochen sind genau geregelt“, sagt er und bedankt sich in diesem Zusammenhang für das unproblematische Miteinander der beiden Hilfsorganisationen.

Noch sind die Räume in der neuen Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes in der Reinhardt-Kaserne leer. In diesem Zusammenhang sprang Josef Neukamm vom gleichnamigen Möbelhaus in Ellwangen ein und kümmerte sich um die entsprechenden Möbel. Den Maltesern war dies wichtig, weil dadurch die Regionalität gestärkt werde.

Längerfristig wollen die Malteser weiter in den Standort Ellwangen investieren. „Das sieht man schon am nagelneuen Rettungswagen, der für rund 200 000 Euro bei der Firma Strobel in Aalen beschafft wurde“, so Geschäftsführer Heiko Born.

Darüber hinaus wollen die Malteser im Raum Ellwangen eine eigene Rettungswache mit Technikhalle bauen. Die Suche nach einem Investor und einem Standort läuft. „Wir wollen in Ellwangen präsent sein und unserem Motto „Weil Nähe zählt“ gerecht werden“, sagt Heiko Born.

Wir wollen in Ellwangen präsent sein.“

Heiko Born, Geschäftsführer Malteser

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