Malteser feiern in Ellwangen, Ellenberg und Pfahlheim

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Beim Festakt der Malteser Ellwangen, Ellenberg und Pfahlheim wurden mitglieder geehrt: (v.l.) Stephan Meßmer, Klaus Weber (Diözesangeschäftsführer), Jan Uhrle (Berufung zum Gruppenleiter), Alina Brandner (Berufung zur Gruppenleiterin), Angelika Fink (Berufung zur ehrenamtlichen Geschäftsführerin), Wiebke Gerlach (Berufung Gruppenleiterin), Nico Baumann (Verdienstabzeichen der Malteser in Bronze), Dominik Vetter (Verdienstabzeichen der Malteser in Bronze) sowie Erbgraf zu Neipperg (Diözesanleiter).

Großer Festakt in der Ellwanger Stadthalle zu 60 Jahre Malteser Ellwangen, 60 Jahre Malteser Ellenberg und 40 Jahre Malteser Pfahlheim.

Ellwangen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist: 60 Jahre Malteser Hilfsdienst in Ellwangen, 60 Jahre in Ellenberg und 40 Jahre in Pfahlheim! Beim Festakt am Samstag und am Sonntag beim Gottesdienst und der Fahrzeugschau wurde deutlich, wie wichtig und wie segensreich für die ganze Gesellschaft die Arbeit der Hilfsorganisation ist.

Der Festakt war feierlich, alle drei Gruppen präsentierten sich in ihren Uniformen. Schon im Foyer wurde man an Schautafeln mit auf die Reise genommen, Bilder und Dokumente ließen die Jahre Revue passieren.

Ines Frosch führte durch den Abend, Andrea Feile und Theresia Frosch begleiteten den Festakt musikalisch. Was könnte besser passen als das eigens komponierte Lied „Ihr seid die stillen Helden, nicht der Schrei nach Macht und Gier, denn es geht nur Hand in Hand, Helden seid ihr“.

Stadtbeauftragter Stephan Meßmer lobte das Miteinander: „Ohne Euch hätte ich das nie geschafft, wir sind ein tolles Team. Seinem Vorgänger Anton Baumann zollte Meßmer großen Respekt. „Lieber Anton, du hast große Fußstapfen hinterlassen, die ich zu füllen hatte. Aber mit Hilfe aller haben wir es geschafft. 

Landtagsabgeordneter Winfried Mack gratulierte und lobte im Besonderen Anton Baumann, der jahrelang das Gesicht der Malteser war. „Ohne die Malteser wäre die Gesellschaft ärmer.“

Bürgermeister Volker Grab dankte den Maltesern auch im Namen von OB Michael Dambacher für ihre Dienste: „In einer Zeit, in der oft die Ellenbogengesellschaft überwiegt, zeigt ihr, dass ihr das Wesentliche im Blick habt, den Menschen.“

Bezirksgeschäftsführer Heiko Born ging auf die Gründung der Malteser vor rund 60 Jahren ein. Alles habe sich seither aus Liebe zum Menschen entwickelt. Er zog Parallelen zur Popgruppe „Toten Hosen“ und sagte: „Das alte Fieber ist bei den Maltesern immer noch zu spüren. Steh auf, wenn Du am Boden bist, das habt ihr stets getan und an Tagen wie diesen erleben wir das Beste und kein Ende ist in Sicht“. Ihr sei eine starke Truppe. 

Rainer Babbel, Sprecher der Blaulichtorganisationen, zitierte Kardinal Höffner: „Die Welt braucht Menschen, die für andere da sind. Die Malteser leben das im besten Sinn.“ 

Hervorragendes Miteinander der
Blaulichtorganisationen

Der neue Kreisbrandmeister Andreas Straub schloss sich dem an und stellte sich vor. „Die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen klappt hervorragend“, sagte er. 

Erbgraf von Neipperg, Diözesanrat der Malteser, brachte es auf den Punkt: „Die Gliederung Ellwangen ist eine Vorzeigegliederung in der Diözese. Was ihr in den 60 Jahren auf die Beine gestellt habt, ist bewundernswert. Allein der Pflegebereich sucht deutschlandweit seinesgleichen. Die Jugendarbeit ist hervorragend und hat die Pandemie unbeschadet überstanden“.

Nach den Ehrungen für engagierte Mitglieder sagte der Ortsvorsteher von Pfahlheim, Wolfgang Seckler, die Gliederung in Pfahlheim samt der Helfer-vor-Ort-Gruppe sorge dafür, dass sich die Menschen im Ellwanger Ortsteil sicher und geborgen fühlen. 2012 habe Reinhold Herre den Grundstein für die Gliederung Pfahlheim gelegt und seit 2014 sei Ortsgruppenleiter Dominik Vetter ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Dienst in der Gemeinde. Die Ortsgruppenleiter Dominik Vetter sowie Thomas Rettenmeier ließen die Entwicklung in Pfahlheim und Ellenberg Revue passieren. 

Ellenbergs Bürgermeister Rainer Knecht dankte dem Malteser Hilfsdienst für 60 Jahre Dienst am Menschen in Ellenberg. Egal, ob bei den Blutspendeaktionen oder bei Sanitätsdiensten, die Malteser seien aus Ellenberg nicht mehr wegzudenken. Er dankte Matthias Michel von der Helfer-vor-Ort-Gruppe, die mit „Jürgen“ seit 2019 ein eigenes Fahrzeug hat. 

Und ganz zuletzt dankte der stellvertretende Stadtbeauftragte Nico Baumann Stephan Meßmer für das harmonische Miteinander und überreichte ihm ein Geschenk. Stephan Meßmer sagte: „Ohne euren Einsatz hätten wir das nie geschafft“. 

Gottesdienst am Sonntag

Der Sonntag begann mit einem von Pfarrer Martin Leitgöb und Diakon Siegfried Herrmann zelebrierten Gottesdienst in der Basilika. Leitgöb hob in seiner Predigt den Weg in den Mittelpunkt, den Weg den die Malteser gewählt hätten, um immer für die Menschen da zu sein. Daran anschließend war gemeinsames Mittagessen, Kaffee und Kuchen zu dem auch die Bevölkerung eingeladen war. 

Rund um die Stadthalle gab es eine Fahrzeugschau und Michael Metzner zeigte die Wiederbelebung, die jeder üben konnte. Inge Eisemann war mit ihren ausgebildeten Besuchshunden gekommen, die gleich dicht umlagert waren. 

Der Musikverein Trachtenkapelle Pfahlheim unter der Leitung von Bernd Essig unterhielt die Gäste mit flotten Weisen.

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