Mehr Einsatz für den Frieden in der Welt gefordert

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Pater Reinhold Baumann setzt zu Beginn des Gottesdienstes in der Basilika am Sonntag einen spirituellen Impuls. In schweren Zeiten und während der weiter grassierenden Corona-Pandemie sollte die Messe ein Stück weit Optimismus und Zuversicht verbreiten.

Die ökumenische Friedensdekade unter dem Motto "Umkehr zum Frieden" in Ellwangen wird mit einem Gottesdienst in der Basilika eröffnet.

Ellwangen

Die ökumenische Friedensdekade startete am Sonntag in der Basilika mit einem Festgottesdienst. In schweren Zeiten und der weiter grassierenden Corona-Pandemie sollte die Messe ein Stück weit Optimismus und Zuversicht verbreiten.

Wegen der Pandemie mussten leider zahlreiche andere Veranstaltungen abgesagt werden, wie zum Beispiel die ökumenische Vesperkirche, die ebenfalls am Sonntag starten sollte.

Kaum halb gefüllt war das Gotteshaus, auch um die Abstandsregeln einhalten zu können. Jeder Besucher trug einen Mund-Nasenschutz. Pater Reinhold Baumann und Pfarrer Martin Schuster zelebrierten gemeinsam den Gottesdienst. Pater Baumann setzte zu Beginn einen spirituellen Impuls. Pfarrer Schuster griff im Anschluss das diesjährige Motto der ökumenischen Friedensdekade: "Umkehr zum Frieden" auf.

Die Umkehr sei ein religiöser Kernbegriff in der Bibel, so Schuster. Auch Jesus nehme darauf Bezug und sage: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium." Immer dort, wo ein Weiterkommen nicht möglich sei, müsse ein anderer Weg eingeschlagen werden. Der Geistliche nahm dabei auch Bezug auf den zunehmenden Ressourcenverbrauch und die immer weiter fortschreitende Zerstörung der Natur. "Wir brauchen ein neues Denken, um neue Wege zu finden. Gott gibt uns Orientierung und im Glauben an ihn folgen wir seinen Spuren", sagte Schuster.

Wir brauchen ein neues Denken, um neue Wege zu finden.

Martin Schuster Pfarrer

Schuster richtete danach in seiner Predigt den Blick auf die einende Gemeinschaft. Um diese zu realisieren, müsse auch den Feinden die Hand gereicht werden. Er zitierte den Bibelvers: "Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Nicht Hass und Verachtung, sondern das Aufeinanderzugehen, Miteinanderreden sei der richtige Weg, den Gott weise.

Beim Glaubensbekenntnis sprachen verschiedene Kirchengemeindemitglieder. "Ich glaube nicht, dass Frieden unerreichbar ist und dass der Tod das Ende ist, dass Gott eine Ordnung gibt, die auf Liebe fußt." Es bringe nichts immer nur zu bedauern und zu klagen. Man müsse kreativ sein und entdecken, was möglich sei, wurde weiter geäußert.

Karin Böhme rief dazu auf, sich vor Ort für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen. Dr. Dietrich Böhme hielt einen Müllsack in die Höhe und sagte: "Der immer mehr zunehmende Müll erstickt unsere Lebensräume. Wir müsse alle einen Beitrag dazu leisten, dass sie nicht noch mehr Schaden nehmen." Die Schola begleitete den Festgottesdienst musikalisch.

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