Min Woo mit Bach und Romantik

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Min Woo in der Ellwanger Stadtkirche.
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Die aus Südkorea stammende Musikerin mit einem Auftritt in der Ellwanger Stadtkirche.

Ellwangen. Ein kleines, feines Orgelkonzert erfreute am Sonntagnachmittag ein kleines, feines Publikum in der evangelischen Ellwanger Stadtkirche: Min Woo spielte Werke von J.S.Bach und französischen Romantikern und zu Beginn eine Fuge von Alexander P.F. Boëly (1785-1858).

Die Fuge wurde aufgeführt mit vielen Wechseln in Registrierung und Stimmung. Zwei große Stücke von Bach wurden ebenfalls überraschend, fast spielerisch registriert und mit barocker Prachtentfaltung gespielt, das Concerto d-moll, das auf Antonio Vivaldi zurückgeht, und eine eher schlichte Choralbearbeitung von Bach.

Eine „Hornpipe-Humoreske“ von Noel Rowsthorne mit Themen aus britischen Seemannsliedern (u.a. „Rule Britannia“) war ein hübsches Zwischenspiel, es folgten anspruchsvolle Werke von Gabriel Pierné, César Franck und Camille Saint-Saëns. Dessen Danse Macabre legte Min Woo sehr bewegt, vielfarbig an und ließ die mächtige Kadenz mit ihrem Trugschluss gipfeln in einem einfachen musikalischen Schlussgebet, eine ausdrucksstarke Interpretation des etwas sperrigen Stückes.

Auch in dem „Cantabile“ von César Franck konnte die gut 30-jährige Min Woo überzeugen.

Das letzte Programmstück hatte französischen Bezug, die Sinfonia von J.S. Bach wurde in einer Bearbeitung von Marcel Dupré gespielt.

Das Publikum bedankte sich mit sehr freundlichem Applaus für das samt Zugabe knapp einstündige Konzert am Nachmittag.

Min Woo stammt aus Südkorea, hat in Deutschland und der Schweiz studiert und wirkt derzeit als Organistin in Freiburg und Waldkirch.Rainer Wiese

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