Mitmachen, wenn ein neuer Stadtteil entsteht

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So könnte er einmal aussehen, der neue Stadtteil "Ellwangen Süd". Visualisierung: Stadt Ellwangen
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Bürgerinnen und Bürger erhalten die seltene Gelegenheit, "Ellwangen Süd" mitzuentwickeln.

"Der Dialog ist uns sehr wichtig. Wir wollen wirklich mit den Bürgern ins Gespräch kommen."

Michael Bader , Sachgebiertsleiter Stadtplanung
  • Die Bürgerwerkstatt: Termine und Themen
  • Freitag, 26. November, 17 bis 20 Uhr: Forum 1 – Mobilität und EnergieSamstag, 27. November, 10 bis 13 Uhr: Forum 2 – Wohnen, Arbeiten und ZusammenlebenSamstag, 27. November, 14 bis 17 Uhr: Forum 3 – Grün- und Freiräume

Ellwangen Vor wenigen Tagen bekamen einige Bürgerinnen und Bürger der Stadt unerwartete Post: Sie wurden von der Stadt Ellwangen ausgewählt und eingeladen, aktiv an der Entwicklung des neuen Stadtteils "Ellwangen Süd" mitzuwirken. Nun hat die Stadt zudem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger öffentlich dazu aufgerufen, sich an dem Prozess zu beteiligen.

"Die Einladungen wurden zufällig ausgewählt. Wir wollten einen möglichst breiten Querschnitt aus allen Bevölkerungsteilen ansprechen und zum Mitmachen animieren. Aber natürlich ist auch jeder, der oder die Interesse hat, herzlich eingeladen, sich einzubringen", erklärt Stadtplaner Michael Bader. In drei "Foren" werden Ideen und Anregungen erörtert. "Der Dialog ist uns sehr wichtig. Wir wollen wirklich mit den Bürgern ins Gespräch kommen", so Bader. Denn die Chance, die sich hier für Ellwangen ergibt, ist einmalig. "Die Stadt hat hier die Möglichkeit, einen komplett neuen Stadtteil zu entwickeln, und zwar in bester Lage." Das ehemalige Kasernengelände liegt nämlich sowohl innenstadtnah als auch unmittelbar an das Landesgartenschaugelände angrenzend. Damit erhält es künftig quasi einen Landschaftspark vor der Haustür.

"Der Schwerpunkt der Bürgerbeteiligung soll auf dem Thema Wohnbau liegen", verdeutlicht Bader. "Uns beschäftigen bei der Planung Fragen wie Nachhaltigkeit, Durchgrünung, wie will man wohnen." Entsprechend stehen bei der Bürgerwerkstatt die drei Foren unter diesen Aspekten. Aber auch die Frage nach der Art, wie Wohnen, Dienstleistung und Büros zusammen mit der Mobilität und Energieerzeugung von morgen kombiniert werden können.

Platz für 1500 Menschen

Das Grundkonzept liegt vor und lässt erahnen, wohin es gehen soll. Zwei Drittel der Fläche soll mit Mehrfamilienhäusern entstehen, ein Drittel in Einzel- bzw. Reihenhausbauweise. Konkret in Zahlen ausgedrückt: Auf den 47 Hektar der ehemaligen Kaserne sollen 465 Wohneinheiten in drei- und viergeschossigen Mehrfamilienhäusern und 235 in Einfamilien- und Reihenhäusern entstehen. Diese Gewichtung ist genau umgekehrt zur bisherigen Siedlungsstruktur in Ellwangen. Gut 1500 Einwohner sollen im neuen Stadtteil ein Zuhause finden.

Der vorhandene Platz soll dabei möglichst effizient genutzt werden. "Wir wollen auf jeden Fall einen Minus-Flächenverbrauch erreichen", so Bader. Heißt: Am Ende soll mehr Fläche dauerhaft entsiegelt sein, als vor der Konversion. Dazu kommen großzügige Grünflächen und Radwegkonzepte, die in den Plan eingebunden werden. Denn das Rad soll wegen der kurzen Entfernung zur Innenstadt eine wichtige Rolle spielen. Und im besten Fall produziert der neue Stadtteil mehr Strom, als er verbraucht.

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