Neuer Jugendrat hat gute Ideen

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Mitglieder des Jugendrats präsentieren dem Gemeinderat ihre Ideen.
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Im kleinen Sitzungssaal staunten die Mitglieder des Gemeinderats, was die Jugendlichen so vorschlagen.

Ellwangen

Wie wäre es, wenn in der Stadt überall dort, wo Abfallkörbe montiert sind, kleine Steckbehälter wären, in die man Pfandflaschen und Dosen stellen kann, die sonst im Müll landen? Dann müssten Menschen, die auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sind, nicht lange im Müll wühlen, sondern könnten das Pfandgut einfach einstecken. "Ein grandioser Vorschlag", meinte Jürgen Lang (FW/FBE) und staunte über das, was die Mitglieder des neuen Jugendrats in den wenigen Sitzungen alles erarbeitet hatten.

Am Rande der Gemeinderatssitzung hatten die Jugendlichen zum "Markt der Möglichkeiten" in den kleinen Sitzungssaal eingeladen, wo vier Arbeitsgruppen ihre bisherigen Aktivitäten vorstellten. Die Idee mit der Pfandflaschenpalette kommt von der AG Nachhaltigkeit, die damit nicht nur Müllvermeidung sondern auch die Würde der Mitmenschen im Blick hat.

Dass der öffentliche Personennahverkehr auch noch besser geht, davon sind die Mitglieder des AK Mobilität überzeugt. Sie haben eine Umfrage unter Schülerinnen und Schülern gemacht, um herauszufinden, wo es Defizite gibt. Die Fragen richteten sich nach der allgemeinen Nutzung von StadtBus beziehungsweise StadtLandBus, Rufbuskonzept, Fahrplan und Gestaltung der Haltestellen. Mit der Aktion wollen sie auf eine Attraktivierung und bessere Nutzung des ÖPNV-Angebots einwirken.

Der AK Jugendzentrum stellte den Stand der Arbeiten im Interims-Jugendzentrum vor und ging auf grundlegende Überlegungen zu einer Neukonzeption der Jugendarbeit ein. Mehr Aufenthaltsqualitäten, eine Jugendgerechte Ausstattung und eine Einbindung breiterer Kreise schwebt ihnen vor. Hans-Peter Krämer (FW/FBE) schlug vor, auf die Jugendgruppen in den teilorten zuzugehen, die sich in Bauwagen treffen. "Wie wäre es, wenn ihr die mal einladet, zum Grillen, und versucht, mit denen ins Gespräch zu kommen?" Die Einbindung der Teilorte in die Jugendarbeit der Stadt ist eine Forderung, die im gemeinderat immer wieder erhoben wurde.

Schließlich gibt es im Jugendrat noch die AG Öffentlichkeitsarbeit, die am Flipchart erläuterte, wie man auf Social-Media-Kanälen und in der Presse über die Arbeit des Jugendrats informieren will.

Die Mitglieder des Gemeinderats waren erstaunt von den Ideen der Jugendlichen und versprachen bei den anstehenden Haushaltsberatungen auch für die nötigen finanziellen Mittel zu sorgen.

Über den Jugendrat

2017 wurde der Jugendrat der Stadt Ellwangen als Interessensvertretung der Jugendlichen gegründet. Aktuell sind 28 Jugendliche in dem Gremium, die an den weiterführenden Schulen als Delegierte gewählt wurden. Bei regelmäßigen Treffen werden in Projektgruppen Themen erarbeitet, die Bedürfnisse von Jugendlichen mehr Beachtung geben. Der Jugendrat wird von den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern begleitet.

Mitglieder des Jugendrats präsentieren dem Gemeinderat ihre Ideen.
Die Palette für Pfandflaschen, die sonst im Müll landen: eine Idee des AK Nachhaltigkeit.

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