OB atmet auf: Woha-Areal verkauft

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Im früheren Woha-Gebäude werden zwei Ladengeschäfte einziehen, in das frühere Polizeirevier eine Gaststätte, dazu kommen Büroflächen und Wohnungen.

Ellwangen

Was lange währt, wird endlich gut: Das Areal zwischen Spitalstraße und Marktplatz, auf dem das frühere Woha-Gebäude und das ehemalige Polizeirevier stehen, ist verkauft. Dietmar Hofmann, Chef der Firma Hofmann Haus in Schwäbisch Hall, hat den Kaufvertrag jetzt unterschrieben. Was die Ellwanger ganz besonders freuen wird: Im Erdgeschoss des Doppelgebäudes an der Spitalstraße werden zwei Ladengeschäfte einziehen und im alten Revier wird ein gastronomischer Betrieb öffnen, der auch einen Teil des Marktplatzes bewirten kann und soll.

Oberbürgermeister Karl Hilsenbek und Firmenchef Dietmar Hofmann strahlten um die Wette, als sie am Montag der Presse den erfolgreichen Vertragsabschluss verkündeten; lächelnd auch Stadtkämmerin Sabine Heidrich, denn die Stadt hat für den Verkauf den geforderten Mindestpreis von 700 000 Euro erhalten.

Aufatmen. Nach dem Umzug der Polizei hatte die Stadt im Jahr 2007 das denkmalgeschützte Gebäude am Marktplatz erworben, um die Entscheidungshoheit über die weitere Verwendung zu haben. Als das Kaufhaus Woha schloss, hat die Stadt 2011 auch dieses Gebäude gekauft – aus dem gleichen Grund.

Weil die beiden Grundstücke aneinandergrenzen, ergibt sich zusammen eine durchaus lukrative Fläche im Herzen der Stadt. Doch die Suche nach einem Investor wurde zum Trauerspiel. Nach einigem Hickhack wurde ein Interessent gefunden, der die Stadt lange hinhielt, dann aber doch wieder absprang. Anschließend erst gewann man die Firma Hofmann als Interessentin, und die blieb bei der Stange. "In unserer Firmengeschichte gibt es kein Projekt, das wir nicht durchgezogen haben", ist Dietmar Hofmann stolz.

Bewirtung auf dem Marktplatz

Das ist super für die Stadt.

Karl Hilsenbek Oberbürgermeister

Was kommt? "In diesen Ort soll Leben ‘rein", sagt Hofmann. An den "supertollen Marktplatz", lobt er, wird im Erdgeschoss und im Kellergewölbe des alten Polizeireviers eine Gastronomie einziehen; Hofmann ist mit mehreren Interessenten im Gespräch. Wenn dazu der Innenhof – überdacht soll er ganzjährig nutzbar sein – und die Fläche vor dem Haus bis zur Straße (rund 50 Quadratmeter) bewirtet wird, kommen an die 250 Quadratmeter zusammen. Dazu soll auch ein Teil des Marktplatzes – ein 75-Quadratmeter-Karrée etwa zwischen den Wasserspielen und der Sakristei der Basilika – sommers bewirtet werden. Ob Café, Bar oder Pizzeria: Das ist vorerst noch offen. Zunächst muss ja auch erst das Denkmalamt sagen, was geht; diese Gespräche setzt Hofmann im Dezember fort. Ein Bauantrag soll dann im Frühjahr 2018 folgen. In den Obergeschossen sind sechs barrierefreie Wohnungen geplant. "Das ist super für die Stadt", freut sich OB Hilsenbek.

Für das ehemalige Woha wird der Bauantrag noch vor Jahresende gestellt. Im Erdgeschoss sollen zwei Ladengeschäfte einziehen; fürs eine ist der Vertrag unterschriftsreif, für das andere ist Hofmann noch mit mehreren Interessenten im Gespräch. Näheres will er dazu nicht sagen, "bevor nicht die Tinte unterm Vertrag trocken ist".

Im ersten Stock waren insgesamt 300 Quadratmeter Bürofläche auf Nutzer, darüber wird es acht barrierefreie Wohnungen geben: Das Haus wird durch einen Aufzug erschlossen.

Die Interessenten stehen offenbar Schlange. Weil das ganze in einem Sanierungsgebiet passiert, gibt es auch attraktive Konditionen der öffentlichen Hand. Letzteres auch deshalb, weil Hofmann hier nicht neu baut, sondern das alte Gebäude saniert, das ohnehin noch eine prima Bausubstanz hat: Dafür gibt's mehr Fördergelder.

Am alten Woha soll ab Frühjahr 2017 gebaut werden, spätestens Mai 2018 können die Mieter einziehen. Kommentar

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