ODR eröffnet Neubau

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Von links: Sebastian Maier, Matthias Steiner, Michael Dambacher, Dirk Güsewell, Bernhard Palm und Frank Reitmajer vor dem neuen Gebäude der ODR und Netcom.
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Energiewende und Breitbandausbau lassen ODR und NetCom stark wachsen. Der Neubau soll helfen, kommende Herausforderungen zu meistern.

Ellwangen

Bereits im Februar war der Neubau von ODR und NetCom BW fertig, am Freitag wurde die Multi-Millionen-Euro-Investition des Energieversorgers nun endlich offiziell eröffnet. „Die Aufgaben für ODR und NetCom werden angesichts der Klima- und Energiewende sowie des Breitbandausbaus immer größer“, sagt ODR-Vorstand Sebastian Maier. Mit dem neuen Gebäude hätten die Mitarbeitenden eine Umgebung, in der sich wohl fühlen und ihr Potenzial voll entfalten könnten. In dem Gebäude gibt es Raum für 150 Arbeitsplätze.

Maiers Vorstandskollege Frank Reitmajer erklärt: „2010 waren am Standort 400 Menschen für ODR und NetCom tätig, heute sind es 800.“ Bis 2030 könnte deren Zahl auf 1000 steigen, so Reitmajer. „Wir werden die Standorte weiter ausbauen müssen, wenn wir die Herausforderungen meistern wollen.“

Diese Zahlen und diese Pläne freuen Ellwangens OB Michael Dambacher, der für die Eröffnung eine Klausur anlässlich der Landesgartenschau 2026 unterbrach. „ODR und NetCom sind starke Partner vor Ort. Ich hoffe auf weitere Investitionen und freue mich auf die weitere Entwicklung.“ Der Neubau sei ein Dokument der tollen Entwicklung beider Firmen.

Diese wird ebenfalls in Karlsruhe und Stuttgart wahrgenommen, wo der Mutterkonzern der beiden Firmen, die EnBW, seine größten Standorte hat. Dirk Güsewell, Mitglied des Vorstands der EnBW: „Der Standort Ellwangen ist für unseren Konzern sehr wichtig.“ Die „hybriden Schnellboote“ ODR und NetCom seien Partner des „tiefgreifenden Transformationsprozesses“, in dem sich die Infrastruktur im Land befinde. Dieser betreffe nicht nur die Energieversorgung, sondern ebenfalls den Breitbandausbau. „Nicht erst Corona hat gezeigt, wie wichtig Breitband ist“, so Güsewell. „Der Bedarf wird weiter zunehmen.“ Die NetCom sei in diesem dynamischen Markt „fantastisch aufgestellt“ und habe die Zahl der Kunden seit dem Jahr 2017 verdoppelt. „Wir sind hier noch nicht am Ende, sondern wollen weiterwachsen.“

Für Bernhard Palm, Geschäftsführer der NetCom ist es „ein besonderer Tag“. Die EnBW setze mit der Investition „ein besonderes Zeichen und ein klares Bekenntnis für den Standort Ellwangen“. Letzterer entwickle sich angesichts der Investitionen und der benachbarten Firmen mehr zu einem „Jagst-Valley“. Palm: „Da passen wir gut rein.“

Die NetCom war zuletzt stark gewachsen, in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeitenden auf rund 400 verzehnfacht, das Unternehmen wächst seither Jahr für Jahr im zweistelligen Prozentbereich. Das Ende der Fahnenstange sieht Palm noch nicht erreicht, der Breitbandausbau in Deutschland habe gerade erst richtig Fahrt aufgenommen. Gemeinsam wolle man die NetCom weiterentwickeln. „Wir wollen uns eine beachtliche Marktposition neben Telekom und Vodafone erarbeiten“, führt Palm aus.

Die ersten drei Geschosse des Gebäudes mit dem Namen „NetCom II“ werden von den Breitbandspezialisten genutzt, das oberste von der ODR. „Unser Ziel war es, völlig neue, moderne Arbeitswelten zu schaffen“, erklärt Maier. Die Geschosse sind flexibel nutzbar, vom Ein-Personen-Büro bis zu einem Großraumbüro mit mehreren Dutzend Arbeitsplätzen ist alles in kurzer Zeit realisierbar.

Neben den Arbeitsplätzen gibt es 28 Besprechungs- und Projekträume, ein Kinderbüro, vier Pausenlounges und im Erdgeschoss einen Konferenzraum. „Die neuen Räumlichkeiten entsprechen der flexiblen Kultur des agilen und modernen Arbeitens“, betont Maier. Großzügige offene Räume und Kommunikationsinseln sollen den Austausch, die Kreativität und das Miteinander fördern. Auf dem Dach arbeitet eine Photovoltaikanlage, das Blockheizkraftwerk versorgt auch die angrenzenden Gebäude mit Wärme und die Betonkernaktivierung kühlt den Bau im Sommer. „Das Ziel war ein Niedrigstenergiegebäude“, so Maier.

Mehr zur Entwicklung der NetCom BW lesen Sie auf der Regionalen Wirtschaft, Seite 35

Blick ins neue Gebäude von ODR und Netcom.

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