Ökoausgleich: Pflanzaktion am Schlosshang

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Neue Streuobstwiese oberhalb der Schlossweiher, fotografiert von Michael Höll.
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Als Ausgleich für das neue Gewerbegebiet Neunheim IX pflanzt die Stadtgärtnerei am Schlosshang 50 Streuobstbäume und wandelt Acker in Magerwiese um.

Ellwangen

In den letzten Wochen wurden zwischen den Schlossweihern und dem Sportplatz Neunheim am Schlosshang zahlreiche Obstbäume neu gepflanzt und mit einem Drahtverhau gesichert. Auf Nachfrage bestätigt Pressesprecher Dr. Anselm Grupp, dass es sich dabei um eine Ausgleichsmaßnahme für das geplante Gewerbegebiet Neunheim IX handelt. Die rund 50 gepflanzten Bäume auf einer Fläche von 25 000 Quadratmetern auf Gemarkung Röhlingen wurden mit einem Wildschutzzaun umgeben. Die Streuobstbäume hat die Stadtgärtnerei in einem Umweltprojekt mit dem Obst-und Gartenbauverein gepflanzt.

Die Wiese auf zwei Parzellen, die bislang regelmäßig gemäht und gedüngt wurde, soll zu einem Streuobst-Biotop aufgewertet werden, das an das Naturschutzgebiet Schlossweiher anschließt. Eine Feldhecke, die bereits am Weg wächst, wird in diesem Zug auf 2000 Quadratmeter erweitert.

Eine zweite Ausgleichsmaßnahme für das Gewerbegebiet Neunheim IX entsteht auf Gemarkung Rindelbach. Auf 15 444 Quadratmeter wird im Gewann Hirschbach, nordwestlich von Eigenzell, unweit der Eigenzeller Heide ein Acker in eine Magerwiese umgewandelt. Diese Magerwiese muss künftig extensiv bewirtschaftet werden. Die blütenreiche Wiese soll besonders artenreich wachsen und Lebensraum für viele Insekten werden. Der Landwirt, der die Fläche bewirtschaftet, darf künftig nicht mehr düngen und nur noch ein- bis zweimal im Jahr mähen. Mulchen ist nicht erlaubt, das Gras muss abgefahren werden.

Neue Streuobstwiese oberhalb der Schlossweiher, fotografiert von Michael Höll.

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