Ostermarsch in Ellwangen: „Rettet den Frieden“

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"Rettet den Frieden" ist das Motto des diesjährigen Ostermarsches in Ellwangen. Das Aktionsbündnis Mahnwache und ihre Mitglieder hoffen eine rege Teilnahme am Samstag (von links): Gerhard Schneider, Margret Schneider, Pater Reinhold Baumann, Amina-Nour Y
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Ellwangen

Ganz im Zeichen des Ukrainekriegs steht der diesjährige Ostermarsch in Ellwangen, der am Samstag, 16. April, stattfindet. Das Motto lautet: „Rettet den Frieden – Die Waffen nieder – Nie wieder Krieg !“. Eine Kundgebung schließt sich um 11 Uhr am Fuchseck an.

Die Ostermärsche haben eine lange Tradition und gehören zu einer gelebten Friedenskultur dazu. Es finden außerdem Ostermärsche in Stuttgart, Ulm, Müllheim und Offenburg in Baden-Württemberg statt. Veranstalter des Ellwanger Ostermarsches ist das Ellwanger Aktionsbündnis Mahnwache.

Die Macherinnen und Macher erläuterten jetzt die Ausgestaltung des Programms und betonten die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung – gerade in der heutigen Zeit.

Josef Baumann vom Ellwanger Friedensforum sagte: „Die katholischen Bischöfe haben erklärt, dass Waffenlieferungen für die Ukraine legitim seien. Die Botschaft des Aktionsbündnisses Mahnwache stellt dem jedoch klar entgegen 'Frieden schaffen ohne Waffen'. Da stehen wir nach wie vor dazu.“ Denn Waffen seien nicht die Lösung, sondern das eigentliche Problem. Man könne leider mit Vernichtungswaffen viel verdienen, besonders auch Deutschland, sagte er. „Wir müssen jetzt diese schlimme Zeit durchleiden, weil wir uns abhängig gemacht haben von Russland.“  

Gerhard Schneider vom Aktionsbündnis Mahnwache hofft, gerade auch wegen des Krieges in der Ukraine, auf eine große Teilnahme am Ostermarsch in Ellwangen. Er hielt fest: „Wir fordern: Schluss mit dem Krieg in der Ukraine und die Einstellung aller militärischen Gewalt durch einen Waffenstillstand und einen sofortigen Rückzug der russischen Truppen. Unverzügliche Verhandlungen über eine friedliche Konfliktlösung müssen eingeleitet werden. Unsägliches Leid, Flucht und Zerstörung verlangen unsere Solidarität. 'Nie wieder Krieg!' lautet die Parole.“

Das ist geplant

Schneider erläuterte das Programm des Ellwanger Ostermarsches näher. Am Samstag, 16. April, startet dieser um 10 Uhr am Bahnhof. Andrea Batz stimmt dabei das Dekadelied: „Überwindet Gewalt“ an, bevor sich die Demo vom Bahnhof über die Siemensbrücke, Haller Straße und die Westtangente auf den Weg in die Innenstadt macht.  Angeführt wird der Zug von der Percussiongruppe „Up-surdo“.

Um 11 Uhr begrüßen die Musiker des Trios „Basis“ und Ernst Hehr, Jochen Narciß sowie Jochen Zeuner die Gäste am Fuchseck mit dem Ostermarschlied zu der rund einstündigen Kundgebung. Hauptredner ist Paul Schobel, Priester und ehemaliger Leiter der katholischen Betriebsseelsorge des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Schobel ist vielen in Ellwangen durch seine fundierten Vorträge und seine Rede beim Ostermarsch 2018 in guter Erinnerung.

Danach folgen Antikriegslieder der Band „Basis“. Redebeiträge von Schülersprechern des Hariolf-Gymnasiums schließen sich daran an. Josef Baumann wird die Kundgebung moderieren.            

'Nie wieder Krieg!' lautet die Parole.“

Gerhard Schneider Aktionsbündnis Mahnwache

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