Pinocchio mit langer Nase im Speratushaus

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In seiner Not belügt Pinocchio die Räuber. Seine Nase wird länger und länger.
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Das vierköpfige Ensemble des Landestheaters Dinkelsbühl brachte diesen Kinderklassiker auf die Bühne.

Ellwangen. Das Theaterstück „Pinocchio“ von Carlo Collodi in der Bühnenfassung von Peter-Jakob Kelting und Jürg Schlachter hat das Landestheater Dinkelsbühl auf Einladung des Ellwanger Kulturamtes auf die Bühne des Speratushauses gebracht. Kinder und begleitende Kindgebliebene waren gleichermaßen begeistert von Schauspielerin Claudia Roth, die den hölzernen Pinocchio verkörperte.

Der „Vater“ des kleinen Burschen Meister Geppeto, ein ärmlicher Holzschnitzer, erfüllte sich mit der Erschaffung seines Sohnes einen Lebenstraum. Wie alle stolze Eltern sollte aus dem Kleinen etwas werden. Daher verkaufte er seine warme Jacke für eine Fibel, damit Pinocchio zur Schule gehen könne. Statt lernen wollte er lieber die Welt kennenlernen und geriet dabei in spannende Abenteuer.

Die vier Schauspieler des Landestheaters schlüpften wie der Wind von einer Rolle in die nächste, wirbelten über die Bühne, bedienten Musik- und Klanginstrumente. „Ich will, ich will, ich will..“ tönte es aus Pinocchios Mund, als er der sprechenden Grille begegnete. Alles erleben wollte der Kleine. Die Grille erwiderte: „Ein Kind kann nicht einfach machen, was es will. Es muss, es muss.“ Vom Theater geriet Pinocchio in die Fänge von Lord Fox, dem durchtriebenen Fuchs und seiner Partnerin der räudigen Katze. Mit Schwung und List wollten die beiden dem Jungen den geschenkten Goldtaler abluchsen. Gewieft entging Pinocchio auch den Räubern und log, so dass seine Nase länger und länger wurde. Im Spielzeugland gelandet, verzauberte ihn dort der Zirkusdirektor zum Esel und erweckte ihn die gute Fee mit ihren Zaubertropfen. Nach einer Stunde Ende gut alles gut. Die Taube brachte Vater und Sohn wieder zusammen. Nach all dem Abenteuer wurde aus der Holzpuppe ein Junge aus Fleisch und Blut.

Begeistert beklatschten die gut 100 Gäste die Schauspielkunst des Dinkelsbühler Ensembles. ⋌Sabine Freimuth

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