Plädoyer für die Virngrundklinik

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Die St. Anna-Virngrundklinik aus der Luft.
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Der Freundes- und Förderkreis St. Anna-Virngrundklinik beschließt eine Resolution.

Ellwangen

Am Donnerstagabend verabschiedete die Mitgliederversammlung des Freundes- und Förderkreises St. Anna-Virngrundklinik Ellwangen eine Resolution zum Erhalt des Ellwanger Krankenhauses. Anton Rieger betonte, dass diese möglicherweise nicht die entscheidende initiative in der Klinikdiskussion sei, aber "wir können nicht schweigen, wenn man sieht wie die Oberbürgermeister Brütting und Arnold in dieser Sache agieren." Die Resolution betont, dass die Ellwanger Klinik für die Notfall- und Grundversorgung der Bevölkerung in der östlichen Raumschaft des Ostalbkreises unerlässlich sei. 90 Prozent aller eingelieferten Fälle würden in Ellwangen behandelt. Die Haus- und Facharztversorgung der Region würde ohne die Kooperation mit der Klinik noch viel schwieriger als sie ohnehin ist. Zudem habe der Kreistag verbindlich beschlossen, dass die Gesundheitsakademie nach Ellwangen kommt. Ohne Virngrundklinik mache das keinen Sinn, eine Rücknahme des Beschlusses wäre aber nicht hinnehmbar. Schließlich hebt die Resolution auf den, im Vergleich zu Aalen und Mutlangen, niedrigen Investitionsbedarf und das niedrige jährliche Defizit der Virngrundklinik ab.

Die Resolution soll dem Oberbürgermeister übergeben werden, der soll sie dem Ellwanger Gemeinderat und den Bürgermeistern im Sprengel vorlegen, damit sich die kommunalen Gremien dem Papier anschließen.

Wie wichtig der Förderverein mit aktuell 1448 Mitgliedern für die Klinik ist, machte Vorsitzender und Kassierer Matthias Weber deutlich: Neben Vorträgen und Infoveranstaltungen ist das Sammeln von Spenden Hauptzweck des Vereines. 2021 wurden 77 094 Euro an die Virngrundklinik überwiesen, als Anschubfinanzierung für besondere Anschaffungen.

Die Mitgliederversammlung bestätigte Weber und die zweite Vorsitzende Annemarie Klauck in ihren Ämtern und wählte Kreisrat Manfred Fischer zum neuen Schriftführer. Hermann Weigold wurde mit großem Dank aus dem Amt verabschiedet.

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