Raupenkran hebt 185 Tonnen-Silo

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Schweres Gerät ist im Einsatz bei der Bauunternehmung Hans Fuchs: ein Raupenkran hat das neue Komponentensilo für die Betonmischanlage am Haken. Es ist 17 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 10 Metern und wiegt 185 Tonnen.
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Ein Liebherr-Raupenkran hebt im Industriegebiet Neunheim das riesige Mischsilo für das Betonwerk von Hans Fuchs auf das Dach des Betriebsgebäudes.

Ellwangen

Spektakuläre Aktion im Gewerbegebiet Neunheim-Neunstadt beim Betonwerk Hans Fuchs: Seit zwei Wochen steht ein 600 Tonnen schwerer Raupenkran auf dem Gelände. Stück für Stück wurde das Komponentensilo für die neue Betonmischanlage montiert, 17 Meter hoch, 10 Meter im Durchmesser. In seinen 12 Kammern wird künftig das Material gelagert, aus dem Beton gemischt wird.

Die 40 Jahre alte Mischanlage mit den offenen, sternförmig angeordneten Kammern hat dann ausgedient.

Samstag, 10 Uhr: das fertige Silo wird unter den Augen zahlreicher Schaulustiger auf das Dach des neuen Betriebsgebäudes gehoben. Firmenchef Johannes Veit sieht vom Dach der benachbarten Betonsteinhalle zu: „Die neue Mischanlage ist der erste Bauabschnitt der Modernisierung unseres Betonwerks. Im zweiten Bauabschnitt wird dann auch das Pflasterwerk erneuert.“

Die neue Betonmischanlage dient vor allem der Qualitätssicherung und der Energieeinsparung. Die Komponenten befinden sich künftig im Silo, geschützt vor Regen und Frost. Je nach Rezeptur fallen Zement, Sand, Kies und andere Inhaltsstoffe in die darunterliegende Mischanlage und schließlich in die Transportfahrzeuge.

„Wir brauchen weniger Energie für die Heizung und es werden weniger Emissionen frei als bei der alten Anlage“, erklärt Johannes Veit.

Mittlerweile haben die Mitarbeiter der Firma Helling das Kontergewicht an den Raupenkran montiert und das Silo angehoben. Jetzt dreht er sich und fährt ganz langsam vor. Die Arbeit des Krans erfolgt millimetergenau. Die knapp zehn Meter Fahrstrecke ist mit dicken Holzbohlen ausgelegt. Mit der schweren Last am Haken, darf das Gerät nirgends absinken, sonst würde das Gesamte instabil.

Nach knapp zwei Stunden ist es geschafft: das neue Silo ist aufgesetzt und bildet jetzt den höchsten Punkt der Firmengebäude von Hans Fuchs.

Die neue Mischanlage braucht weniger Energie und liefert bessere Qualität.“

Johannes Veit, Geschäftsführer Hans Fuchs

Geschichte des Bauunternehmens Hans Fuchs

1907 gründet Johannes Fuchs das Ellwanger Bauunternehmen. 1957 übernehmen Hans und Maria Fuchs den Betrieb. Nach dem tragischen Tod ihres Ehemanns Gerd Veit 1989 führt die Seniorchefin Gunhild Veit mit dem Geschäftsführer Karl Merz die Firma weiter, baut die Aktivitäten stetig aus und verlagert den Betrieb in das Industriegebiet. 1991 wird die Niederlassung im thüringischen Altenburg gegründet, die seit 2002 die Tochter Katja Veit leitet. Der Sohn Johannes Veit übernimmt 2013 die Geschäftsleitung in Ellwangen. Die Hans Fuchs-Gruppe beschäftigt rund 200 Personen.

Die Last auf dem Dach exakt abzusetzen, ist für den Kranführer Millimeterarbeit.

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