Regen ohne Ende beim Aufbau am See

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Im Hintergrund schimmert der See. Vorne wird geschafft. Die Bühne steht. Jetzt sind die die Traversen dran, an denen die Leinwand befestigt wird.

Zahlreiche Ehrenamtliche bereiten dieser Tage das Kulturevent am Ufer des Kressbachsees vor.

Ellwangen. Montagabend. 18 Uhr. Kressbachsee. Die Bühne steht. Endlich. So wie geplant, ist der Tag nicht gelaufen. Eher die „Drunter-und-drüber-Version.“ Noch dazu eine sehr Verregnete. Die Wege auf dem Freibadgelände sind schmal, der Wagen, auf dem sich die Bühne befindet, breit. Da mussten sich die rund 20 Ehrenamtlichen, die am Montagmorgen gleich um 8 Uhr auf der Matte standen, etwas einfallen lassen, um die Bühne ans Ufer zu bugsieren.

Im Endeffekt organisierten sie eine Ladung Bretter und versucht es mit der guten alten Unterlegmethode. Mit der sie sich stückchenweise Richtung Seeufer arbeiteten. „Wie beim Pyramidenbau in Ägypten“, lacht Julian Fuchs vom Helferteam, der gefühlt irgendwie alles im Auge behält und die Arbeiten koordiniert. Dass die Plexiglasscheiben noch fehlen, wo der Gabelstabler mit den Bierbänken hin muss, wo der Strom noch nicht verkabelt ist und dass das mit dem Unterbau des Cateringzelts wirklich passen muss, damit nachher das Bier nicht aus dem Glas schwappt, weil der Zeltboden nicht eben ist.

Eine Herausforderung

Da ist das Gelände am Kressbachsee doch eine Herausforderung. Doch das – wenn's sein muss 40-köpfige Team (einige sind auf Abruf, andere schwer im Einsatz) – hat bewusst am Montagfrüh losgelegt. „So, dass wir Puffer haben, wenn was nicht klappt.“

Doch alle Helferinnen und Helfer sind voll bei der Sache. Louisa erinnert an die Outdoorsteckdosen, überlegt, wo sie Tischdecken für den VIP-Bereich herbekommt und bespricht mit Michael Stier, Hausmeister bei der Stadt Ellwangen, was sie am Mittwoch an Geschirr, Kochtöpfen und Kaffeemaschinen aus der Stadthalle holen. Ella (15) und Maren (19) schleppen die Teile der Traverse über die Bühne, Paul und Marius wuchten sie auf der Leiter balancierend nach oben, Fabian hämmert den Slint in die Aussparung im Metallrohr. Hier soll die LED-Leinwand aufgehängt werden.

Ab Donnerstag sollen dann Kinofilme flimmern. Und den Ellwangern ein echtes Sommervergnügen bescheren. Auf ihren Picknickdecken am See, bei guten Filmen, hervorragender Musik, einen Hugo oder Aperol in der Hand und einfach so richtig guter Stimmung.

Wie beim Pyramidenbau in Ägypten.

Julian Fuchs , Helferteam
  • Zum Finale gleich zwei Feuerwerke
  • Am Sonntag, 12. September spielt die Junge Philharmonie Ostwürttemberg am Ufer des Kressbachsees. Die rund 60 jungen Musiker bieten unter Chefdirigent Uwe Renz klassische Melodien der Romantik ab 20 Uhr. Ein musikalisches Feuerwerk. Kostenlos. Wer sich den Abend am See noch verschönern möchte, kann ein VIP-Ticket buchen und für 45 Euro ein Drei-Gänge-Menü buchen. Dann hat er einen Sitzplatz im VIP-Bereich mit Blick auf See und Orchester und kann sich mit Wildpastete, gebeiztem Saiblingsfilet, Rinderfiletsteak und Co verwöhnen lassen. Alternativ gibt es auch ein vegetarisches Menü, wie Julian Fuchs vom Organisationsteam erklärt. Als Abschluss des „Sommernachtsflimmerns“ folgt an diesem Abend ein großes Feuerwerk. Anmeldungen für das Genuss-Menü sind bis Donnerstag, 2. September, unter www.sommernachtsflimmern.de möglich.
Im Hintergrund schimmert der See. Vorne wird geschafft. Die Bühne steht. Jetzt sind die die Traversen dran, an denen die Leinwand befestigt wird.
Splint rein und fest ist das nächste Teil der Traverse. Stück für Stück wird die Bühne einsatzbereit.

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