Riesiges Interesse an der Führung durch den Technischen Bereich

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Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur Besichtigung des Technischen Bereichs der ehemaligen Reinhardt-Kaserne mit dem Oberbürgermeister ud Michael Bader vom Stadtplanungsamt.
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OB Dambacher und Michael Bader vom Stadtplanungsamt hatten Interessierte eingeladen, die Pläne für das neue Wohngebiet kennenzulernen. Über 60 kamen.

Ellwangen

Die Entwicklung dieses Wohngebiets wird für die Zukunft der Stadt zentrale Bedeutung haben, das machte Oberbürgermeister Michael Dambacher bei einer Führung durch den Technischen Bereich der ehemaligen Kaserne deutlich. 1500 Menschen sollen hier einmal wohnen, 700 Wohneinheiten entstehen, davon 419 in Mehrfamilienhäusern, eine Kindertagesstätte mittendrin. Und am Rand, an der B290 sollen Büros, Dienstleister und Gewerbe entstehen. Kurze Wege von der Wohnung zum Büro, davon können viele nur träumen. Hier soll es wahr werden.

Das Stadtplanungsamt hat ein Konzept erarbeitet, die Michael Bader vorstellte. Er erklärte, dass es sich noch nicht um einen Bebauungsplan handelt, sondern dass noch an den Ideen gefeilt werde. Dazu gehöre auch ein Prozess der Bürgerbeteiligung, der mit dieser Besichtigung starten soll.

Zunächst einmal gingen jedoch die Emotionen hoch, weil Baders Konzept keine Rücksicht auf den Bewuchs nimmt. Schon zu Bundeswehrzeiten ließ man Ahorn und Linde, Eiche und Pappel großzügig wachsen, wo sie nicht störten. Insbesondere am nördlichen Rand, zu den Häusern an der Karl-Stirner-Straße hin, ist Grünzug entstanden, den vor allem die Anlieger nicht mehr missen möchten.

„Sie killen die Bäume“ empörte sich Thomas Stengel. Er wohnt seit 30 Jahren hier und kann nicht verstehen, dass in den Entwürfen die Grünzonen ganz woanders hinsollen.

„Wir können hier nicht um jeden Baum diskutieren“, stellte Dambacher fest. Klar sei aber, dass dieses Wohngebiet hinterher mehr Grünfläche haben werde als jetzt. Man wolle Ideen umsetzen, die für Ellwangen noch vollkommen neu sind: zum Beispiel ein Energiekonzept, bei dem die Gebäude mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen, unter anderem durch solaraktive Gründächer. Ein Fernwärmenetz soll entstehen, das die Stadtwerke vielleicht sogar mit Wasserstofftechnologie betreiben, Regenwasserrückhaltung soll in der Fläche stattfinden und sogar als erlebbares Element in die Grünflächen integriert werden.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen mitreden können, Anfang November soll eine Bürgerplanungswerkstatt sein.

Wolfgang Helmle wollte wissen, warum kein städtebaulicher Wettbewerb für dieses wichtige Areal vorgesehen sei. Nahezu alle gelungenen Überplanungen von Konversionsflächen, die er kenne, seien aus Architektenwettbewerben hervorgegangen. Auch wenn das Konzept bereits gute Ideen enthalte, könnte ein Wettbewerb noch bessere Lösungen bringen.

OB Dambacher meinte, die Entscheidung, ob ein Wettbewerb stattfindet oder nicht, soll im Gemeinderat noch im Oktober fallen. Man sei bislang der Ansicht, dass dieses Areal so viele Zwangspunkte habe, dass es sinnvoller sei, das Gesamtkonzept selbst zu entwickeln und für die einzelnen Quartiere auf den Wettbewerb zu setzen. Zumal das vorliegende Konzept nicht fix sei, sondern stetig weiterentwickelt werde. Der Druck auf dem Wohnungsmarkt sei enorm. 2023 werde die Stadt keine freien Bauplätze mehr haben.

Bader hatte zuvor ausgeführt, dass die Reihe der Mehrfamilienhäuser, die unterhalb der Karl-Stirner-Straße vorgesehen ist, auf Anregungen hin in der Höhe reduziert wurden. Fünf Punkthäuser sollen direkt an der Erschließungsachse im Zentrum des Gebiets entstehen. Gerhard Königer

Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur Besichtigung des Technischen Bereichs der ehemaligen Reinhardt-Kaserne mit dem Oberbürgermeister ud Michael Bader vom Stadtplanungsamt.
Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur Besichtigung des Technischen Bereichs der ehemaligen Reinhardt-Kaserne mit dem Oberbürgermeister ud Michael Bader vom Stadtplanungsamt.
Das Konzept des Stadtplanungsamts soll unter Einbeziehung der Bürgerschaft verfeinert werden.
Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur Besichtigung des Technischen Bereichs der ehemaligen Reinhardt-Kaserne mit dem Oberbürgermeister ud Michael Bader vom Stadtplanungsamt.

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