Rotary berät rund 200 Schülerinnen und Schüler

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Richard Geithner

Jugendliche und die Vertreter von 47 Berufsfeldern treffen sich Online bei 500 Terminen.

Ellwangen. Die Berufsberatung des Rotary Club für die Schülerinnen und Schüler der Ellwanger Gymnasien musste auch in diesem Jahr als Online-Format stattfinden. Trotzdem nahmen knapp 200 Schülerinnen und Schüler von Peutinger Gymnasium, Hariolf Gymnasium, Gymnasium St. Gertrudis und den beruflichen Gymnasien daran teil. Den jungen Leuten bot sich die Gelegenheit, mit Vertretern von 47 Berufsfeldern in Kontakt zu treten. Im Vorfeld konnte man sich für mehrere Gespräche anmelden. Über 500 Termine wurden auf diese Art und Weise eingetaktet.

Ausgetragen wurde die Berufsberatung über die Plattform BigBlueBotton, die auch vom Peutinger Gymnasium verwendet wird. RC-Präsident Richard Geithner führte in die Veranstaltung ein und erklärte die gemeinnützigen Ziele des Clubs.

Danach gab es Impulsvorträge aus verschiedenen Bereichen und dann waren über 60 Berufstätige, darunter Ärzte, Professoren, der ehemalige Landrat, Unternehmer, Geschäftsführer und Vertreter namhafter Firmen zu Gesprächen bereit, um den Jugendlichen einen Einblick in ihren Beruf zu geben.

Im Konferenzraum Journalismus warteten mit dem Redaktionsleiter der Ipf- und Jagst Zeitung, Timo Lämmerhirt, und dem Ellwanger Redakteur der Schwäbischen Post zwei Medienschaffende, die aus dem Bereich Tageszeitungen detailreich berichten konnten.

Gefragt wurde unter anderem zu den täglichen Abläufen in der Redaktion, den verschiedenen Medienberufen, zum Ausbildungsweg und zu den Verdienstmöglichkeiten.

„Crossmedial“ ist der Trend bei allen Medien. Fernsehen und Radio machen Texte und Bilder für ihre Onlineseiten, Printmedien produzieren Podcasts und Filme für ihre Onlineangebote. Entsprechend vielseitig ist heute das Volontariat, die Ausbildung zum Redakteur.

Dass die Pandemie die Arbeit in den Zeitungsredaktionen stark verändert hat und dass coronabedingt keine Kurzpraktika angeboten werden, war weniger erfreulich zu hören.

Wer allerdings wirklich seine berufliche Zukunft in der Medienwelt sucht, lässt sich davon nicht aufhalten. So ermutigten beide Journalisten die jungen Leute, über freie Mitarbeit den Einstieg zu suchen.

Auch die Idee der Schülerzeitung als regelmäßiger Newsletter wurde immer wieder angesprochen. Einig waren sich Lämmerhirt und Königer, dass vor allem Neugier, Kommunikationsfreude, Ideen und Eigeninitiative dabei helfen, einen Job bei einem Medienbetrieb zu bekommen. Dass der Beruf nie langweilig wird, dass man täglich Neues erfährt und von Berufs wegen immer dazulernt gehört zu den schönen Seiten des Journalismus.

Die Gespräche waren sehr aufschlussreich, für die Jugendlichen und die Erwachsenen. ⋌Gerhard Königer

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