Rückkehr als wilde Edelratten

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Paukendonner, Trommelgewitter, schräges Blech: Guggenmusik satt auf die Ohren gab es beim "2. Gugga-Contest" in Rindelbach. Den Wanderpokal holten sich wie im Vorjahr die Gmendr Altstadtfäger.

Zum zweiten Mal bereiteten die Rindelbacher Jagstal- Gullys in der Kübelesbuckhalle anderen Guggengruppen eine große Bühne: Sieben Gastgruppen traten zum Gugga-Contest gegeneinander an, um sich in den Kategorien Kostüm, Liedauswahl, Show, Lautstärke und Gesamteindruck zu vergleichen. Die Punkturteile fällte eine Jury, die mit einem Vertreter aus jeder Gruppe neutral besetzt war. Und nach einem langen Abend voll scheppernder Guggenmusik mit bunten Kostümen und gelungenen Bühnenauftritten wählte die Jury den Vorjahressieger erneut auf Platz eins: Als fantastische "Atlantic-Dream"-Figuren unterwegs, setzten die Gmendr Altstadtfäger sowohl den Topwert in Sachen Lautstärke mit 101,8 Dezibel als auch in der Gesamtwertung. Mit 269,8 Punkten lagen sie ganz knapp vor den Gmendr Gassafetza mit 268,6 Punkten und den Reichenbacher Ruasgugga (255,9). Die Gassafetza hatten als "die dunkle Seite der Guggamusik" in mystischem Häs überzeugt, die Reichenbacher waren als "Gangs of New York" unterwegs. Auf den Plätzen landeten die Geslach Gugga Göggingen (254,9), die Schollaklopfer Tannhausen (250,4), die Omsnomgugga Weiler (245,8) und die Nuilermer Loimasiadr (244,9). Am Siedepunkt der Stimmung, kurz nach 23 Uhr, lüfteten die Gastgeber ihr gut gehütetes Geheimnis und präsentierten im Jahr ihres 20. Bestehens ein neues Häs: Vor sechs Jahren waren die Jagsttal Gullys als "Kanalratten" nach der Saison im Untergrund verschwunden, nun erlebte der markante Rattenkopf eine Auferstehung, und die Gullys zeigen sich nun als Träger eines feinen Zwirns mit maßgeschneiderten Anzügen – dem Anlass des 20. Geburtstags absolut würdig. Vorsitzender Andreas Ruck stellte die "Edelratte im Jubiläumsjahr" vor, die von der Idee bis zur Umsetzung das Kostümgremium mit Markus Haas – dem letzten noch aktiven Gründungsmitglied – Dominik Mermi, Conny Gröger und Elke Meier bewerkstelligt hatten. Neu gewandet, legten die Gullys selbst mit einem fulminanten Auftritt gleich los und heizten den Zuhörern mächtig ein. Moderiert hat den Abend in der gut besuchten Kübelesbuckhalle Michael Gröger; ein echtes Jagsttal-Gully-Urgestein, war der 77-Jährige doch noch bis zur Vorsaison selbst aktiv dabei. Einen indischen Showtanz präsentierte zwischendurch die Tanzgruppe "Maniacs" aus Lauchheim. "Absolut gelungen", bilanzierte Vorsitzender Ruck am Ende zufrieden. Er kündigte gleich an: "Nächstes Jahr machen wir den Contest wieder. Ganz klar."

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