Schneetreten: der besondere Kick

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Man muss sich für die ersten Schritte im Schnee ein wenig überwinden – dem Immunsystem tut dieser Gang nach draußen gut.

Was Sie für diese Kneippsche Anwendung benötigen: Wollsocken, ein Handtuch und Schnee. Das Gehen durch die weiße Pracht soll die Abwehrkräfte stärken. So geht's.

Ellwangen

Viel Schnee macht's möglich: Eine besondere Kneippsche Anwendung für den Winter ist das Schneetreten. Wie das geht, erklärt Margarete Schulz, Vorsitzende des Kneipp-Vereins Ellwangen.

Was bewirkt Schneetreten? "Schnee ist ein äußerst wirksames Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte. Zudem kann er gegen Abgeschlagenheit, Müdigkeit und in manchen Fällen auch gegen chronische Kopfschmerzen helfen, senkt Infektanfälligkeit und vermindert in einigen Fällen übermäßige Fußschweißbildung", erklärt Margarete Schulz und weiter: "Der Schnee ist ein wahres Multitalent für die Gesundheit."

So funktioniert's: Alles, was Sie dafür tun müssen ist, eine kurze Zeit durch den Schnee zu stapfen, "aber richtig", betont die Vorsitzende. Nutzen Sie die Saison, so gut es geht. "Schneetreten wirkt bei regelmäßiger Anwendung sehr nachhaltig. Probieren Sie es aus, es fühlt sich bei richtigem Vorgehen überhaupt nicht kalt an, sondern erfrischend und anregend", erklärt Schulz.

Ideal zum Schneetreten sei frisch gefallener und weicher Schnee. "Sie brauchen beim ersten Mal ein bisschen Überwindung." Außerdem benötige man ein Frotteehandtuch und warme Socken.

"Bevor Sie anfangen, stellen Sie sicher, dass Sie schön durchwärmt sind. Laufen Sie nun so lange barfuß durch den Schnee, bis es Ihnen unangenehm wird. Geübte können dies bis zu drei Minuten lang machen", sagt die Vorsitzende weiter. Anschließend laut Schulz sofort ab in die Wärme, am besten Füße trocknen, Wollsocken überstreifen, weiter bewegen oder ins warme Bett legen. Die Wieder-Erwärmung und vorheriges Wärmegefühl seien essenzielle Bestandteile der Anwendung.

Was Sie beachten müssen: "Versuchen Sie nicht, in verharschten Schnee zu treten, denn hier besteht die Gefahr von Schnittverletzungen." Nicht geeignet sei Schneetreten für Frierende, bei Harnwegsinfektionen, Blasen- oder Nierenerkrankungen sowie bei arteriellen Durchblutungsstörungen mit Schmerzen beim Gehen, ebenso wenig für Frauen bei Monatsblutung, so Schulz.

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