Schüler entwerfen Ausstellung

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Schüler des Peutinger-Gymnasiums haben eine Ausstellung im Alamannenmuseum konzipiert.

Die Archäologie-AG des Peutinger-Gymnasiums zeigt unter dem Titel "Rom vor der Haustür" eine Schau zum Thema Limes im Alamannenmuseum.

Ellwangen

Ein Jahr lang hat sich die Archäologie-AG des Peutinger-Gymnasiums mit dem Limes auseinander gesetzt. Die Ergebnisse präsentieren die jungen Forscher nun in einer Sonderausstellung mit dem Titel "Rom vor der Haustür" im Alamannenmuseum. Mit diesem Projekt hat sich die Arbeitsgruppe zum ersten Mal am Schulprogramm "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beteiligt.

"Das ist eine ungewöhnliche Sache für uns", schmunzelte Museumsleiter Andreas Gut bei der Vernissage am Mittwochabend angesichts der Tatsache, dass nun die Römer quasi Unterkunft bei den Alamannen gefunden haben. Rektorin Stella Herden verwies erfreut auf die "Bildungspartnerschaft" des Peutinger-Gymnasiums mit dem Alamannenmuseum.

Ein großes Lob vonseiten seiner Chefin erntete Geschichtslehrer Andreas Schaaf, der die Arbeitsgruppe betreut, für seine immer neuen Projektideen und seine Fähigkeit, das Interesse junger Menschen an Geschichte zu wecken.

Das Lob gab der Lehrer unmittelbar an seine Schützlinge weiter. Die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 11. Klassen (J1) seien von Anfang an "Feuer und Flamme" gewesen und hätten sich weit über die dafür vorgesehenen Stunden hinaus engagiert. Dank einer Förderung durch "denkmal aktiv" standen der AG für ihre Arbeit 1200 Euro zur Verfügung. Das damit vorgegebene Programm sei "nicht zu unterschätzen" gewesen, berichtete Andreas Schaaf. Dazu gehörten auch etliche Ausflüge und Exkursionen, unter anderem zum baden-württembergischen Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen und zu Kastell Saalburg bei Bad Homburg. Dort konnten sich die Mitglieder der Archäologie-AG mit Gleichaltrigen der Projektpartnerschule austauschen.

Mit im Vordergrund des Projekts stand der aktuelle Zustand des Bodendenkmals. Außerdem hätten sie unterschiedliche archäologische Methoden kennengelernt, erzählten die Schüler Valentin Schenk und Alexander Kraft, die bei der Vernissage einen kurzen Einblick in die Arbeit der AG gaben. Finanzielle Unterstützung erhielt die Arbeitsgruppe auch vom Förderverein des Alamannenvereins sowie etlichen weiteren Partnern. So konnte sie unter anderem eine eigene Drohne zur Erstellung von Luftaufnahmen erwerben – einige davon stellte Manuel Vaas den Besuchern vor. Ansonsten finden sich neben Exponaten in Schaukästen und Vitrinen und einigen Modellen von Bauwerken – wie das Stück einer Palisade, das sich im Schulkeller fand – vor allem viele Tafeln mit Texten und Fotos, die Aufschluss über das aufwendige Projekt der Archäologie-AG geben.

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Schülerinnen und Schüler den Raubgräbern: Zwei äußerst kreativ in Szene gesetzte Schaufensterpuppen geben Aufschluss über das illegale Tun.

Wann die Ausstellung zu sehen ist

Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 6. Oktober.

Geöffnet hat das Alamannenmuseum Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Charlotte Braig

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