So geht Theater in Pandemiezeiten

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Das Stück die "Kikerikikiste" sorgte im Speratushaus für großartige Unterhaltung und Riesenspaß.
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Theater der Stadt Aalen gastiert im Speratushaus und landet mit der „Kikerikikiste“ einen Volltreffer. Nicht nur Kinderherzen schlagen höher.

Ellwangen

Kultur in Pandemiezeiten, ein schwieriges Thema. Kaum einen anderen Bereich hat es so schwer getroffen, wie diesen. Das Aalener Theater zeigt, wie mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein dennoch Veranstaltungen möglich sind, trotz steigender Inzidenzen.

Das lustige und unterhaltsame Stück „Kikerikikiste“ von Paul Maar wurde am Sonntagmittag im Speratushaus gegeben, zahlreiche Kinder waren da. Nur Geimpfte und Genesene mit Test kamen in den Genuss der originellen Aufführung. Den hatten die Kinder ja ohnehin, da sie in der Schule regelmäßig getestet werden. Der Schülerausweis galt als Testnachweis.

„Wir tun alles, um uns und die Besucher der Vorstellungen bestmöglich zu schützen“, versicherte die Theaterpädagogin Lisa Krauß. Die Proben werden an den jeweils geltenden Status der Corona-Pandemie angepasst. „Eineinhalb Meter Abstand halten beim Sprechen oder Singen. Bei sehr lautem Sprechen oder Singen sind die Abstände entsprechend größer. Im großen Saal des Kulturbahnhofs in Aalen, wo wir auftreten, ist eine moderne Lüftungsanlage installiert“, so Krauß. Nach jedem Auftritt werden Kleider gewaschen und Requisiten desinfiziert.

Das ganze Theaterensemble ist geimpft. „Eine Selbstverständlichkeit. Viele von uns haben schon eine Auffrischungsimpfung bekommen und sind geboostert“, erklärt die Theaterpädagogin. Es werde streng auf die Einhaltung der Corona-Verordnungen geachtet. „Da sind wir sehr restriktiv und erlauben keine Ausnahmen.“

Krauß kann Corona am Ende sogar etwas Gutes abgewinnen: Die Pandemie habe dafür gesorgt, dass alle noch ein bisschen enger zusammengerückt sind. Die Rücksichtnahme auf die Gesundheit des anderen habe auch das Gemeinschaftsgefühl  gefördert. „Wir wollen in gewisser Weise ein Vorbild für andere sein, für die Gesellschaft“, sagt Krauß.

Die Kindertheater-Aufführung „Kikerikikiste‘“ war eine Art Blaupause für Gemeinsinn, Freundschaft und Brüderlichkeit. Denn in dem Stück dreht sich alles um genau diese Themen: „Kümmel“, gespielt von Anne Klöcker und „Bartholomäus“ (Manuel Flach) hausen in ihren tollen Kisten. Doch der Musikmarschierer (Julia Sylvester) mimt den Spielverderber und sorgt für Durcheinander, macht dauernd Vorschriften und kommandiert herum.

Doch schnell lernen Kümmel und Bartholomäus: Wenn man ganz feste zusammenhält kann einem nichts passieren in dieser Welt“. 

Das Stück die "Kikerikikiste" sorgte im Speratushaus für großartige Unterhaltung und Riesenspaß.
Das Stück die "Kikerikikiste" sorgte im Speratushaus für großartige Unterhaltung und Riesenspaß.
Das Stück die "Kikerikikiste" sorgte für großartige Unterhaltung und Riesenspaß im Speratushaus.

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