So läuft die Gartenschauplanung

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Die Jagst soll erlebbar werden.
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Das sagen Tobias de Haën, Geschäftsführer der LGS Ellwangen GmbH, und Oberbürgermeister Michael Dambacher über die Landesgartenschau in Ellwangen.

Ellwangen

Wir sind mitten in den Planungen zur Landesgartenschau 2026, auch wenn es derzeit wenig auffällt. Es passiert gerade sehr viel“, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher im Pressegespräch zum Thema Landesgartenschau. Man sei voll im Zeitplan.

Trotz Corona haben die Landesgartenschau (LGS) GmbH und die Fachämter der Verwaltung ihre bisher geplanten Arbeiten erledigt. Das heißt: Unter anderem wurden Pläne für die ersten notwendigen Arbeiten erstellt, zuständige übergeordnete Behörden einbezogen und deren Genehmigungen eingeholt und erste Kostenberechnungen angestellt. Es konnte zwar die Öffentlichkeit nicht wie gewünscht einbezogen werden, aber das werde nachgeholt, ergänzte der OB. „Die Pläne und Kosten werden im September dem Aufsichtsrat und dem Gemeinderat in einer Klausur vorgestellt und danach der Öffentlichkeit“, versprach Dambacher.

Arbeiten an der Jagst könnten starten

„Diese ganze Planungsphase ist ein sehr dynamischer Prozess, ebenso wie die ganzen nächsten Jahre bis zur Eröffnung der LGS“, beschrieb Tobias de Haën, einer der Geschäftsführer der LGS GmbH. So habe man mit drei Mitarbeitern begonnen, bis 2025 rechne er mit 20. Die Vorplanung für die ersten Arbeiten sei abgeschlossen. Diese betreffen unter anderem die naturnahe Gestaltung des Jagstverlaufs durch das Stadtgebiet. Wenn das vom Gemeinderat genehmigt werde, sollten die Arbeiten bald beginnen. Das Gelände werde aufgewertet, es werden Maßnahmen zum Gewässer- und Hochwasserschutz betrieben und Verkehrs- und Radwege angelegt. Die dort vorhandenen Biber werden umgesiedelt.

Die Jagst wird durch Entfernung des Wehrs vor dem Mühlkanal um 1,90 Meter abgesenkt, wodurch dieser trocken gelegt wird. Das Landesdenkmalamt sei zunächst dagegen gewesen, man habe aber einen guten Kompromiss gefunden, ergänzte der Geschäftsführer. Weiter müssten die Brücke über den Mühlgraben umgebaut werden und im Zuge dessen das Jugendzentrum verlegt werden. Überhaupt werden drei neue Brücken über die Jagst entstehen. „Für diese ersten Maßnahmen wollen wir im Herbst – nach Genehmigung im Gemeinderat – den Planfeststellungsantrag stellen“, erläuterte Dambacher. Und: Es werde massive Erdbewegungen geben und auch Baumfällungen. Neue Bäume werden demnach gepflanzt, meist Arten, die dem Klimawandel trotzen können. „Es wird erst mal unschön, aber dann wird etwas Nachhaltiges entstehen“, sagten beide.

Wenn diese Arbeiten erfolgen, geht es für das Planungsteam an die detaillierte Gestaltung der Schau, an mögliche Plätze (auch in den umliegenden Teilorten), an ein Park- und ein Verkehrskonzept, an dem auch der Landkreis und das Land mitarbeiten. „Wir wissen noch nicht, was da bis 2025 möglich ist, ein Schaubähnle, Parkplätze im Gewerbegebiet mit Shuttle Bussen, autonom fahrende Busse, Pendelzüge, und, und, und…“, sagte der OB. Man werde hier und in der Gesamtgestaltung Vorschläge der Bürger einbeziehen. Das Zeitfenster bis 2025 sei aber angemessen. Die endgültigen Kosten für die Schau seien noch nicht zu beziffern, es seien aber Fördermaßnahmen aus Landesmitteln in Aussicht.

Tobias de Haen, Geschäftsführer der LGS Ellwangen GmbH, und Oberbürgermeister Michael Dambacher sind zufrieden mit dem Stand der Planungen zur Landesgartenschau 2026.

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