SPD zu Radwegen: Luft nach oben

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Die SPD-Fraktion unternahm mit dem Mobilitätsbeauftragten Karlheinz Kurz und interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Radtour zu neuralgischen Punkten des
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In der Stadt gibt es noch viele Möglichkeiten, den Radverkehr sicherer zu machen. Die SPD-Fraktion traf sich vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern.

Ellwangen

Radfahrerinnen und Radfahrer bilden auch in Ellwangen einen immer größeren Anteil am Straßenverkehr. Ökologisches Bewusstsein, Freude an der Bewegung und nicht zuletzt die Erfindung des E-Bikes machen das Radfahren beliebter. Und schließlich werden ja auch die Radwege besser.

Um dazu mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, unternahm die SPD-Fraktion im Gemeinderat am Freitag eine Radtour durch die Stadt zu neuralgischen Punkten des Radwegenetzes. In der Dalkinger Straße, beim Eingang zur Virngrundklinik, traf man sich mit Karl Kurz, dem Mobilitätsbeauftragten der Stadt.

Dass die neue Radwegeführung in der Dalkinger Straße noch nicht jeder verstanden hat, wurde schnell deutlich. Zwischen Pestalozziweg (Einfahrt zur Buchenbergschule) und Staufenbergring gibt es jetzt einen durchgehenden Radweg, der beidseitig zu den Fahrbahnen geführt wird. "Man hat erkannt, dass einseitige Radwege, auf denen in beide Richtungen Verkehr herrscht, zu unfallträchtig sind", stellte Herbert Hieber fest. deshalb habe man den Radweg in der Dalkinger Straße auch geändert.

Fährt man aus Richtung Goldrain auf der Dalkinger Straße, endet der Radweg jedoch recht abrupt am Zebrastreifen Gartenstraße. Wie geht es jetzt weiter? Joachim Zorn erklärt, dass ab hier Tempo 30 gilt und der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt wird. Für Linksabbieger wurde auf der Mittelinsel eine Querungshilfe angelegt. Radfahrende Schülerinnen und Schüler dürfen zwischen Pestalozziweg und Gartenstraße auch auf Gehweg fahren. Am Zebrastreifen können sie die Fahrbahn queren und fahren dann auf dem Radfahrstreifen korrekt in Richtung Goldrain.

Nicht alle haben diese Wegführung erkannt. Das konnte man vor Ort beobachten. Viele fahren noch wie sie es bislang gewohnt waren auf dem Radweg gegen die Fahrtrichtung. "Jede Umstellung braucht einige Zeit, bis es alle verstanden haben", sagt dazu der Mobilitätsbeauftragte.

Nächste Station ist die Einmündung der Hohenstaufenstraße in die B290. Hier soll im kommenden Jahr ein beidseitiger Radweg gebaut werden, der vom Südtor der ehemaligen Reinhardt-Kaserne bis zur Jet-Tankstelle durchgehen wird, berichtet Hieber. Kritischer Punkt wird die Einmündung der Hohenstaufenstraße, wo die SPD am liebsten einen Kreisverkehr hätte. Aus Platzmangel lasse er sich nicht realisieren. Aus Platzmangel wird der Radverkehr an dieser Stelle auch nur einen Radfahrstreifen bekommen, der mit 1,25 Meter sehr knapp bemessen ist.

Nächste Station: Einfahrt zur Scheffelstraße, die jetzt Fahrradstraße ist. Hier haben Radfahrerinnen und Radfahrer Vorrang, was jedoch offensichtlich viele Autofahrer noch nicht erkannt haben. Die neue Situation besser kenntlich machen, etwa mit einem Bannerquer über die Fahrbahn, war eine Idee. Karl Kurz meinte am besten wäre es, wenn die Radfahrer diese Straße intensiv nutzen und so ihr Recht einfordern.

Weitere Stationen der SPD-Radtour waren die Unterführung beim Schwurgericht, die Haller Straße bei der Stadthalle und die Bahnunterführung bei der Varta.

Querungshilfe für Radfahrer am Eingang zur Virngrundklinik.
Der Radweg endet abrupt am Beginn der Tempo-30-Zone.

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