Superblitzer auch für Ellwangen?

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Schon seit Längerem gibt es Forderungen nach neuen stationären Blitzern in Ellwangen und Umgebung. Nun werden die Planungen konkreter.

Ellwangen

Sie sind immer öfter am Straßenrand zu sehen: Sogenannte "Superblitzer", die zunehmend von Kommunen zur Verkehrsüberwachung eingesetzt werden. Bald könnte es auch drei davon in Ellwangen und Umgebung geben – damit würde die Stadt unter anderem auf Anfragen aus dem Gemeinderat reagieren. Eggenrots Ortsvorsteher Albert Schiele etwa setzt sich schon seit Langem für einen stationären Blitzer am Kindergarten in Eggenrot ein. Aber auch in zwei Straßen in Ellwangen sollen zwei der Geräte installiert werden.

Bei einem sogenannten "Superblitzer" handle es sich um einen "Messturm mit Messeinrichtung mit bis zu zwei Kameras für jede Richtung", erläutert Ellwangens Ordnungsamtsleiter Thomas Steidle. Die Kameras seien mobil, zudem könne man sie ein- und ausbauen. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, würde die die Stadt voraussichtlich drei Messtürme und zwei Kameras anschaffen.

Installiert werden sollen diese dann in der Haller Straße, in der Konrad-Adenauerstraße sowie in Eggenrot in der Rosenberger Straße. Dort befindet sich der Kindergarten. "Der genaue Standort muss noch festgelegt werden", sagt Steidle. "Die Kameras werden dann", fährt er fort, "verschiedentlich und im Wechsel installiert." Das bedeute, dass nicht alle Türme immer gleichzeitig "scharf geschaltet" seien.

Die Tempolimits in den Straßen, in denen die Messtürme installiert werden sollen, betragen 50 Kilometer pro Stunde. Lediglich im Bereich des Kindergartens in der Rosenberger Straße sei die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Tempolimits werden, so Steidle, nicht geändert.

Ende 2021 oder Anfang 2022 könnte man mit der Geschwindigkeitsüberwachung beginnen.

Thomas Steidle Ordnungsamtsleiter Ellwangen

Dennoch stehe noch nicht genau fest, ob die Blitzer tatsächlich installiert werden. "Die Verkehrsüberwachung ist Geschäft der laufenden Verwaltung", so Steidle. "Die Maßnahme wird aber aufgrund der Bedeutung mit dem Gemeinderat abgestimmt und beschlossen." Im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Verkehr sei sie bereits vorgestellt worden. Nun könne in den Fraktionen darüber beraten werden.

Sollte der Gemeinderat die Maßnahme tatsächlich beschließen, werden Kamera und Messvorrichtungen entsprechen der rechtlichen Vorschriften ausgeschrieben und beschafft. Die Mittel seien im Haushalt 2021 beantragt. "Ende 2021 oder Anfang 2022 könnte man mit der Geschwindigkeitsüberwachung beginnen", sagt Steidle abschließend.

Moderne Blitzertürme nutzen im Gegensatz zu den älteren "Starenkasten", die mit Radarstrahlen messen, Lasersysteme. Durch ihre Technik sind sie weniger anfällig für Fehler, zudem lassen sie sich leichter am Fahrbahnrand platzieren.

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