Klinikdebatte: Volker Grab: „Hilfsfristen einhalten“

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Die Ellwanger Sankt-Anna-Virngrundklinik aus der Luft: Wie sicher ist der Standort angesichts der Grundsatzdiskussion, die ab Mai öffentlich im kreistag geführt wird?
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Für den Kreisrat und Ellwanger Bürgermeister steht die Versorgung der Patienten im Mittelpunkt.

Ellwangen. Ab Mai will der Kreistag öffentlich über eine Reform der Klinikstruktur im Ostalbkreis debattieren. Im Vorfeld wurden Überlegungen öffentlich, zwei der momentan drei Klinikstandorte in einem Neubau zusammenzuführen. Eine denkbare Variante wäre demnach, Ostalbklinikum und Virngrundklinik in einem Neubau zwischen Aalen und Ellwangen zu vereinen.

Der Kreisrat und Ellwanger Bürgermeister Volker Grab (Grüne/Bündnis 90) sieht für den Standort Ellwangen keine akute Gefahr. „Im Moment hat es keinen Sinn über Standorte zu diskutieren“, sagt er. Die optimale Versorgung der Patienten müsse oberste Priorität haben. „Dazu gehört die Einhaltung der Hilfsfristen.“

Die hängen von den Entfernungen ab, die ein Rettungswagen im Notfall zurücklegen muss, um einen Patienten in die nächste Klinik zu bringen. Die Sankt- Anna-Virngrundklinik deckt hier die Wohnorte im gesamten Osten und Norden des Landkreises ab. „Ich bin überzeugt, dass wir aus diesen Überlegungen heraus eine gute Lösung für das Ellwanger Krankenhaus finden werden“, sagt Grab.

Die Klinikdebatte wird vor dem Hintergrund steigender Kosten und eines bedeutenden Abmangels für die Ostalb-Kliniken im Kreisetat geführt. Eine Fusion zweier Häuser steht auch im Raum, weil es immer schwieriger wird, genügend Fachpersonal für drei große Kliniken zu finden und zu bezahlen.

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