Vom „Arsch mit Ohren“ fehlt nach wie vor jede Spur

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In der Versliste der Pennäler Schnitzelbank kam sie in diesem Jahr zu besonderen Ehren die Sklptur von Zahnarzt Paul Diemer.
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Zahnarzt Paul Diemer vermisst eine Skulptur aus seinem Garten und hat jetzt eine Belohnung ausgesetzt.

Ellwangen. Dank der Pennäler Schnitzelbank genießt sie in Ellwangen durchaus eine gewisse Prominenz. Die „Arsch mit Ohren“-Skulptur von Paul Diemer.  

Der Dentist und Kunstliebhaber hatte die Figur, die einen nackten Popo zeigt, in seinem privaten Skulpturenpark, an der Grenze zur Keplerstraße, aufgestellt.  Die Schwarze Schar hatte Anfang des Jahres in einem ihrer berüchtigten Spottverse gemutmaßt, dass die Aufstellung dieser Skulptur, die sie liebevoll  „Arsch mit Ohren“ taufte,  womöglich Diemers Reaktion auf einen jahrelangen Rechtsstreit mit seinem Nachbarn gewesen sein könnte – mit dem hatte Diemer sich zunächst wegen einer PV-Anlage, dann wegen eines Gartenmäuerchens in die Haare bekommen. Mittlerweile ist zumindest der Rechtsstreit beigelegt und Diemer ist die Sache eigentlich auch „schnurzpiepegal“, wäre ihm jetzt nicht der „Arsch mit Ohren“ abhanden gekommen. Jemand hat die Figur aus seinem Garten entwendet. 

Diemer hat darauf prompt reagiert. Mit einer Suchanzeige im Stadt-Info fahndet der Zahnarzt aktuell nach dem Verbleib des Kunstwerks und bittet um Hinweise. Und das durchaus mit einigem Erfolg. Erste Ellwanger hätten sich bereits  bei ihm gemeldet, um bei der Suche nach „dem Arsch mit Ohren“ mitzumachen. Und auch auf Facebook wurde von dritter Seite schon um tatkräftige Mithilfe bei der Fahndung gebeten.

Sollte die Figur weiter verschollen bleiben, sei das aber auch kein Beinbruch, sagt Paul Diemer. Denn: „Ich habe schon einen Nachfolger bestellt.“ Die exakt gleiche Figur werde an der exakt gleichen Stelle wieder platziert – nur noch in etwas schöner. Ein Ellwanger Künstler hat sich spontan bereit erklärt, den „Arsch mit Ohren“ auf einen Sockel zu stellen und ihn zusätzlich noch mit einer Geige zu verzieren. Das Angebot habe er „selbstverständlich“ angenommen, sagt Diemer, der optimistisch ist, dass die neue Figur noch in diesem Jahr aufgestellt werden kann. „Damit die Schnitzelbank noch reagieren kann.“  Damit der neue  „Arsch mit Ohren und Geige“ nicht abhanden kommt, will Diemer seinen kleinen Skulpturenpark im Garten künftig mit Nachtsichtkamera überwachen.

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